Was hat es mit Longevity-Produkten auf sich?

Proteine, Ballaststoffe, Omega-3-Fettsäuren oder fermentierte Lebensmittel – Produkte mit besonderen Nährstoffprofilen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Der Trend rund um „Longevity“, also ein möglichst langes und gesundes Leben, macht auch vor den Supermarktregalen nicht halt.

Proteinreiche Ernährung

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Ein langes und gesundes Leben - das verspricht der aktuelle „Longevity“-Trend. Gemeint sind damit Lebensmittel, die aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe mit einem gesundheitlichen Mehrwert in Verbindung gebracht werden. Dazu zählen etwa Produkte mit hohem Proteingehalt, Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren oder Spermidin. Auch fermentierte Lebensmittel sowie proteinreiche Milchprodukte liegen im Trend. Für die Landwirtschaft ist diese Entwicklung nicht uninteressant: Viele der gefragten Inhaltsstoffe stammen aus heimischen Rohstoffen. So kommt Spermidin unter anderem in Weizenkeimen vor, Proteine finden sich in Milchprodukten und Hülsenfrüchten, Ballaststoffe in Getreide und Obst. Experten betonen allerdings, dass einzelne Lebensmittel kein Garant für ein längeres Leben sind. Ausschlaggebend bleiben eine ausgewogene Ernährung und ein gesunder Lebensstil.

Vielfalt als Stärke

Die Ansprüche der Konsumenten steigen. Lebensmittel sollen nicht nur gut schmecken, sondern auch nachhaltig produziert, hochwertig, lange haltbar und an individuelle Bedürfnisse angepasst sein. Ob vegetarisch, vegan, laktosefrei oder proteinreich, die Auswahl im Handel ist heute größer denn je. Darauf verweist die Lebensmittelindustrie anlässlich des „Tags der Lebensmittelvielfalt“, der am 31. Juli bereits zum siebenten Mal stattfindet. Der Aktionstag soll die Leistungen entlang der gesamten Lebensmittelkette sichtbar machen. „Die Lebensmittelindustrie bietet eine breite Produktpalette für unterschiedlichste Präferenzen und Bedürfnisse“, sagt Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbands der Lebensmittelindustrie.

Hohe Kosten belasten Betriebe

Neben neuen Ernährungstrends beschäftigt die Branche aber auch die wirtschaftliche Situation. Hohe Energie-, Personal- und Standortkosten setzen viele Unternehmen unter Druck. Der Fachverband fordert daher Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Produktionsstandortes Österreich. Die österreichische Lebensmittelindustrie umfasst rund 200 Unternehmen und beschäftigt etwa 27.500 Menschen. Mit einem Produktionsvolumen von rund zwölf Milliarden Euro zählt sie zu den bedeutenden Wirtschaftszweigen des Landes. Ein Großteil der Erzeugnisse wird exportiert. Für die heimische Landwirtschaft bleibt die Lebensmittelindustrie ein wichtiger Partner. Schließlich bilden landwirtschaftliche Rohstoffe die Grundlage für zahlreiche Produkte, also von Milch und Fleisch über Getreide bis hin zu Obst und Gemüse. Trends wie Longevity zeigen zudem, dass Konsumenten zunehmend auf Inhaltsstoffe und Herkunft achten.

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