Was vor rund 20 Jahren als Versuch begann, ist heute ein wachsender Betriebszweig: Im Burgenland hat sich die Fläche für Wassermelonen mehr als versechsfacht. Heuer werden 32 Hektar bewirtschaftet. Die Ernte läuft auf Hochtouren und dauert bis September. Das berichtet der ORF Burgenland.
Sonne, Wärme und Wasser im richtigen Maß
Sieben Wassermelonen-Produzenten gibt es inzwischen. Einer ist Biolandwirt Martin Pölzer aus St. Andrä am Zicksee. Die Region bietet gute Voraussetzungen: „Wir haben die meisten Sonnenstunden Österreichs und die höchsten Temperaturen.“ Entscheidend sei, den Anbau nicht zu früh zu starten.
Die extreme Hitze war dennoch eine Herausforderung. Bei zu hohen Temperaturen drohen Sonnenbrand und Fäulnis. „Aber wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Pölzer. Wichtig sei die gezielte Bewässerung. Wassermelonen bestehen bis zu 95 Prozent aus Wasser und sollen tief wurzeln. Pölzer kombiniert Mulchfolie mit einem unterirdischen Tropfschlauch. Das spare Wasser.
Reife erkennen, Potenzial nutzen
Wann die Frucht erntereif ist, zeigt sich mit einem altbewährten Test: Klingt die Melone beim Klopfen dumpf, ist sie reif. Auch eine gelbliche Unterseite gilt als Hinweis. Ab Hof kostet das Kilo derzeit etwa 2 bis 2,50 Euro.
Doch im Seewinkel wächst nicht nur die Wassermelone. Auch Zucker- und Honigmelonen werden angebaut. Die Landwirtschaftskammer sieht noch Potenzial. Was einst als Experiment begann, könnte zu einem wichtigen Standbein der heimischen Landwirtschaft werden.
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