Die Nahversorgung durch den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist in Österreich insgesamt stabil, aber räumlich ungleich verteilt. Das zeigt eine aktuelle Studie der KMU Forschung Austria. Zwischen 2021 und 2024 stieg demnach die Zahl der LEH-Standorte österreichweit um 3,6 Prozent. Während in dicht besiedelten Gebieten die Zahl der Standorte gar um knapp 14 Prozent zunahm, sank sie in dünn besiedelten Gebieten um drei Prozent. Den höchsten Anteil der Gemeinden ohne LEH wies 2024 das Burgenland mit rund 28 Prozent auf. Auch bei dem Anteil der Einwohner ohne LEH-Nahversorger lag das Burgenland mit 12 Prozent an der Spitze.
Wie der ORF und andere Medien berichten, fordert der burgenländische Lebensmittelhandel vom Land die Wiedereinführung der Nahversorgerförderung. Manfred Moyses, Obmann des burgenländischen Lebensmittelhandels, schlägt zudem flexible Modelle vor, wie die Kombination mit Postpartnern und Trafiken sowie Geschäfte, die sowohl Bedienung als auch Selbstbedienung anbieten. Solche Maßnahmen könnten helfen, die Versorgungslage in den betroffenen Gemeinden zu verbessern.
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