Heute Freitag hat der Ehrentag des Eis ein rundes Jubiläum. Zum 30. Mal findet der „Welt-Ei-Tag“ statt. Die AMA-Marketing und die EZG Frischei nahmen dies zum Anlass, um einen aktuellen Überblick über die Entwicklungen der Wertschöpfungskette zu geben. Im Vorjahr wurden demnach 246 Eier pro Kopf verbraucht. „Frischeier, Ab-Hof-Kauf und Eier in verarbeiteten Produkten inbegriffen“, ergänzte Martin Greßl, Leiter der Qualitätsstrategie der AMA-Marketing.
„So hoch war der Eierkonsum noch nie“, erklärte man stolz. Auch im Lebensmitteleinzelhandel sei die Nachfrage seit 2015 um 25 Prozent gestiegen. Erfreulich: 82 Prozent der Befragten gaben in der RollAMA-Motivanalyse an, Eier fast ausschließlich regional zu kaufen.
Trend zu Bio- und Freilandeiern hält an
Laut RollAMA waren 2025 etwas mehr als die Hälfte der im Supermarkt verkauften Eier Bio- und Freilandeier. Das lassen sich die Haushalte pro Jahr im Schnitt 70 Euro kosten. EZG-Frischei-Obmann Günther Wenniger, merkte diesbezüglich an, dass die Verbraucherpreise demnächst wohl anziehen werden.
„Es wird zu einer moderaten Preisanpassung kommen“, kündigte er unter Verweis auf die gestiegenen Futter- und Energiekosten an. Derzeit sei die EZG mitten in den Preisverhandlungen, man werde ein Regalpreis-Plus von 1 bis 2 Cent pro Ei anstreben. Solch faire Preise seien nötig, um den wachsenden Bedarf am Heimmarkt auch aus eigener Produktion zu decken.
500.000 neue Stallplätze
Die Branche sei jedenfalls bestrebt, Eigenversorgung sicherzustellen. Bis Ende 2027 wird in rund 500.000 neue Stallplätze investiert. Damit wird der Legehennenbestand auf mehr als 8 Mio. Tiere anwachsen. Wachstum gebe es in allen Sparten, vor allem in der Freiland- und Biohaltung werden nennenswerte Zuwächse erwartet.
Nachholbedarf habe man noch bei Eipulver und Flüssigei für die industrielle Verarbeitung, räumte Greßl ein. Dort finde demnach immer noch viel Importware Verwendung. Eine durchgehende Kennzeichnung würde wohl helfen, ergänzte Wenninger sinngemäß. Bei Schaleneiern appellierte er an den Handel, weiterhin österreichischer Ware den Vorzug zu geben. Dann könnten sich auch Konsumenten weiter bewusst für heimische Eier entscheiden. Das AMA-Gütesiegel garantiere hier seit Jahren volle Transparenz.
Konsumenten, Handel, Gastro und Verarbeiter tragen mit ihren Kaufentscheidungen dazu bei, die regionale Produktion langfristig abzusichern.
Martin Greßl
Leiter der Qualitätsstrategie der AMA-Marketing
Mit jedem Griff ins Regal werden die Betriebe und 12.800 Arbeitsplätze gestärkt. Auch Handel, Gastronomie und Verarbeitungsbetriebe tragen mit ihren Kaufentscheidungen dazu bei, die regionale Produktion langfristig abzusichern“, so Greßl.
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