Junge Bäckerin in weißer Uniform knetet Teig auf einem bemehlten Holztisch in einer Bäckerei mit Brotregalen im Hintergrund.

Copyright © JackF- stock.adobe.com

Nur 13 Bäckerlehrlinge im Burgenland

Vergangene Woche war „Welttag des Brotes“. Damit wird ein Lebensmittel mit großer und vor allem traditioneller Bedeutung international gewürdigt. Früher galt Gebäck vor allem als ein Grundnahrungsmittel, mittlerweile ist es auch vermehrt zum Genussprodukt geworden.

Im Burgenland zählt man laut der Wirtschaftskammer 55 Bäckereibetriebe, die quer über Land verteilt liegen. Viele Kundinnen und Kunden nehmen fürs sogenannte „Brotkaufen“ auch längere Anfahrtszeiten in Kauf. Laut einem ORF-Beitrag sind die Konsumentinnen und Konsumenten auch bereit, mehr für gute Qualität zu zahlen. So sagte ein Kunde: „Wenn die Qualität und die Haltbarkeit vom Brot passt, dann ist es für mich kein Problem mehr dafür zu bezahlen.“ Generell berichten lokale Bäckereien im ORF-Beitrag, dass die Nachfrage nach ihrem Brot steigt.So konnte sich beispielsweise eine Bäckerin selbstständig machen und über Bestellungen vermarkten. Trotz der Nachfrage von den Käuferinnen und Käufern führt die Bäckerlehre ein Schattendasein. Im Burgenland absolvieren derzeit 13 Jugendliche eine Bäckerlehre. Ob der steigenden Nachfrage eine bescheidene Zahl.

In den offiziellen Top-10-Lehrberufen des Burgenlands taucht die Bäckerlehre weder bei den Burschen noch bei den Mädchen auf. Ein Grund dafür sei wahrscheinlich die Nachtschicht. Die verwandte Ausbildung zum Konditor (Zuckerbäcker) ist deutlich beliebter und liegt bei den Mädchen im Burgenland mit 21 Lehrlingen auf Platz 10 der häufigsten Lehrberufe. Um hier entgegenzuwirken, wird der Lehrberuf „Bäcker“ heute zu mehr als einem Drittel als Doppellehre in Kombination mit dem Beruf „Konditor“ absolviert.

Weitere Artikel