Brunnen

Copyright © Stock.Adobe.com – Mihail

Dürre: Wenn Wasser zur Existenzfrage wird

Trockenheit macht die Wasserversorgung auf vielen Höfen zur Herausforderung. Land Salzburg und LK helfen mit Beratung und Förderungen für Brunnen, Quellen, Speicher und Leitungen.

Sinkt der Brunnenstand, wird aus anhaltender Trockenheit auf vielen Höfen schnell eine Existenzfrage. Besonders betroffen sind Betriebe und Almen ohne Anschluss an das öffentliche Wassernetz. Land und LK Salzburg appellieren deshalb: Nicht warten, bis kein Wasser mehr kommt. Wer früh reagiert, hat bessere Chancen auf eine dauerhafte Lösung und auf Förderung.

„Wenn am Hof das Wasser fehlt, geht es um die Existenzgrundlage von Menschen und Tieren“, sagt LK-Präsident Rupert Quehenberger. Erste Anzeichen wie ein unerklärlicher Rückgang des Brunnenstandes sollten daher sofort gemeldet werden.

Unterstützung gibt es bei der Suche nach Quellen und Brunnen ebenso wie bei technischen Lösungen. Fachleute des Dachverbands der Salzburger Wasserversorger beraten kostenlos, prüfen bestehende Anlagen und helfen, Schwachstellen zu beseitigen. Die LK unterstützt zudem bei Planung und Förderabwicklung.

Gefördert werden neue Quellfassungen, Tiefbrunnen, Speicher, Wasseraufbereitung und Leitungen. Für Brunnen oder Quellen mit notwendiger Drucksteigerung sind bis zu 5.400 Euro an Landes- und Bundesmitteln möglich. Bei Quellen mit natürlichem Gefälle sind bis zu 3.000 Euro vorgesehen. Für Speicher gibt es bis zu 300 Euro je Kubikmeter Nutzinhalt, bei Leitungen über 600 Meter bis zu 20 Euro je förderfähigem Laufmeter.

Erst klären, dann bauen

Der wichtigste Punkt: Förderfähigkeit und Einreichweg müssen vor Baubeginn, Bestellung oder Auftragsvergabe geklärt werden. Auch Planung und Bauaufsicht können förderfähig sein. Eine verbindliche Zusage erfolgt erst nach Prüfung des Vorhabens.

Weitere Artikel