Dürre setzt dem Mais zu: Raiffeisen unterstützt betroffene  Landwirtschaftsbetriebe mit Überbrückungshilfen.

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Dürre setzt Höfe unter Druck – Raiffeisen hilft

Die Dürre setzt Österreichs Landwirtschaft unter Druck. Raiffeisen und Lagerhaus helfen mit regionalen Überbrückungshilfen und rund 60 Millionen Euro an Akontozahlungen.

Österreichs Landwirtschaft steht in diesem Sommer sehr unter Druck. Im ersten Halbjahr 2026 fiel um 27 Prozent weniger Niederschlag als im langjährigen Mittel. Die Österreichische Hagelversicherung schätzt den Dürreschaden bereits auf rund eine Milliarde Euro. Indirekte Folgen wie fehlendes Futter für tierhaltende Betriebe sind darin nicht enthalten.

Für viele Betriebe wird damit nicht nur die Ernte zum Problem. Wo Einnahmen ausbleiben, geraten laufende Kosten unter Druck. Raiffeisen reagiert deshalb mit regional unterschiedlichen Sonderhilfen.

Überbrücken, was jetzt fehlt

In Niederösterreich und Wien können Betriebe mit dem Raiffeisen-Elementarschadenskredit Engpässe bis zu 50.000 Euro überbrücken. Oberösterreich bietet einen zinsfreien Kredit bis zu 10.000 Euro je Betrieb. In der Steiermark gibt es zinsfreie Überbrückungskredite bis 15.000 Euro, Salzburg bietet eine zins- und gebührenfreie Liquiditätsüberbrückung bis 10.000 Euro. Die Überbrückungen laufen bis zum Hauptauszahlungstermin der EU-Agrargelder – voraussichtlich bis 18. Dezember 2026. Im Burgenland stehen individuelle Lösungen im Vordergrund, Kärnten setzt auf Beratung.

„Jetzt zählt, dass Hilfe rasch und direkt bei den Betrieben ankommt. Genau darauf sind unsere Maßnahmen ausgerichtet: Liquidität sichern, finanzielle Engpässe überbrücken und gemeinsam mit den Betrieben individuelle Lösungen finden“, betont Raiffeisen-Generalsekretär Johannes Rehulka in einer Aussendung.

Auch das Lagerhaus zieht mit

Zusätzlich sichern auch die Raiffeisen Ware Austria und die Lagerhaus-Genossenschaften Unterstützung zu. Mit annähernd 60 Millionen Euro an Akontozahlungen werde die Liquidität gestärkt. Zusätzliche Bahn- und Lkw-Transporte kompensieren dürrebedingt ausfallende Transporte über die Wasserstraße. Die Poolvermarktung soll das Risiko eines ungünstigen Verkaufszeitpunktes reduzieren. „Unsere Bäuerinnen und Bauern sichern Tag für Tag unsere Lebensmittelversorgung, pflegen unsere Kulturlandschaft und tragen wesentlich zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stabilität im ländlichen Raum bei“, betont Erwin Tinhof, Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes. Die Hilfen sollen vor allem eines schaffen: Zeit, um Ernteausfälle und zusätzliche Kosten zu überbrücken, bis wieder Einnahmen fließen und die EU-Agrargelder ausbezahlt werden.

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