Menschliche Hand und symbolische digitale Hand greifen ineinander.

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Oberösterreich investiert in die wirtschaftliche Trendwende

Nach drei Jahren des wirtschaftlichen Rückgangs soll 2026 das Jahr der Erholung werden. Das Land Oberösterreich mobilisiert dafür 794 Millionen Euro an Investitionen und setzt Schwerpunkte bei Wirtschaft, Forschung, Wohnbau, Gesundheit und Infrastruktur.

Oberösterreich will mit umfangreichen Investitionen die wirtschaftliche Erholung beschleunigen. Wirtschafts- und Forschungs-Landesrat Markus Achleitner sieht nach den schwierigen Jahren 2022 bis 2025 erste Anzeichen für eine Stabilisierung. Für 2026 rechnet das Land mit einem Wirtschaftswachstum von 0,9 Prozent. „2026 hat das Potenzial, nach drei Jahren der Schrumpfung zum Jahr der Trendwende zu werden. Dafür wird auch kräftig investiert in Oberösterreich“, so Achleitner.

OÖ: 794 Millionen an Investitionen für 2026

Das Land Oberösterreich hat für 2026 insgesamt 794 Millionen Euro an Investitionen vorgesehen. Schwerpunkte sind Wirtschaft und Forschung, Gesundheit und Pflege, Wohnbau sowie Infrastruktur. Rund 146 Millionen Euro fließen in Wirtschaft und Forschung, mehr als 100 Millionen Euro in Krankenhäuser und Schulbauten, über 150 Millionen Euro in den Wohnbau und rund 200 Millionen Euro in Straßeninfrastruktur und öffentlichen Verkehr. Für den Pflegebereich sind etwa 20 Millionen Euro vorgesehen.

Eine zentrale Rolle spielt die Wirtschafts- und Forschungsstrategie "upperVISION2030". Seit ihrem Start im Jahr 2020 wurden bereits 869,2 Millionen Euro an Landesförderungen eingesetzt. Damit wurde ein Projektvolumen von knapp fünf Milliarden Euro ausgelöst. 250 Maßnahmen sind abgeschlossen, weitere 105 laufen derzeit. Besonders stark gefördert wurde die digitale Transformation mit knapp 495 Millionen Euro Landesmitteln und einem Projektvolumen von rund 2,44 Milliarden Euro.
Auch das neue Innovationsprogramm „Impuls 26“ soll zusätzliche Impulse setzen. Das Programm umfasst insgesamt 100 Millionen Euro. Davon entfallen 47,25 Millionen Euro auf das Budget des Standortressorts, unter anderem für Forschung, Wirtschaft, Energie und Baumaßnahmen bei Landesbeteiligungen. „Das Ziel ist, den zarten Aufschwung mit Landesinvestitionen zu unterstützen“, so Achleiter. Die Investitionen sollen langfristig Wirkung zeigen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken.

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Oberösterreichs Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner

Zusätzliche Investitionen kommen von den Beteiligungen des Landes Oberösterreich. Für 2026 sind dort Investitionen von insgesamt rund 900 Millionen Euro geplant. Bis Anfang Juni wurden davon bereits 275 Millionen Euro umgesetzt. Die mit Abstand größten Investitionen im Rahmen der Oö. Landesbeteiligungen sind die Errichtung des Pumpspeicherkraftwerkes Ebensee sowie der Neubau des Kraftwerks Traunfall durch die Energie AG.

Auch die Wirtschaftsförderungen zeigen im ersten Halbjahr 2026 eine deutliche Hebelwirkung: 318 Förderfälle wurden positiv erledigt. Mit 8,04 Millionen Euro Fördermitteln wurden förderbare Kosten von rund 140 Millionen Euro ausgelöst. „Mit einem Euro Landesförderung wurden durchschnittlich 17 Euro Wertschöpfung ausgelöst, das ist ein kräftiger Hebel“, betont Achleitner. Besonders unterstützt werden unter anderem Tourismusbetriebe, Nahversorger, wachsende Unternehmen, Exporteure und innovative Betriebe.

Rekordbudget für Forschung und Entwicklung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Forschung und Entwicklung. Im Standortressort stehen dafür 2026 insgesamt 113,8 Millionen Euro zur Verfügung – mehr als zehn Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr wurden 131 Forschungsprojekte mit förderbaren Kosten von 151,2 Millionen Euro bearbeitet. Das Land unterstützt diese Vorhaben mit 22 Millionen Euro.

Achleitner sieht darin ein Signal für wachsende Zuversicht am Wirtschaftsstandort: „Die Beispiele zeigen, die Investitionen gehen quer durch alle Regionen und Branchen. Das zeigt, dass sich die Stimmung in Wirtschaft und Industrie aufhellt. Die Zuversicht und das Vertrauen in den Standort Oberösterreich ist nach wie vor sehr groß“, betont der Landesrat.

Um die Wirkung der Förderungen langfristig sicherzustellen, wird die Förderlandschaft regelmäßig evaluiert. Zuletzt wurden die Wirtschafts- und Forschungsförderungen des Landes von der KMU Forschung Austria umfassend überprüft.

Damit setzt Oberösterreich auf eine Kombination aus öffentlichen Investitionen, gezielter Wirtschaftsförderung und verstärkten Ausgaben für Forschung und Innovation. Nach mehreren Jahren des wirtschaftlichen Rückgangs soll so 2026 der Weg zurück zu Wachstum und Stabilität geebnet werden.

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