Nachdem noch in der Vorwoche für die Saison überdurchschnittlich hohe Stückzahlen an Schlachtkühen zur Vermarktung angemeldet wurden und auch die Schlachtzahlen ein rekordverdächtiges Niveau erreichten, kehrt am Markt nun etwas Ruhe ein. „Die Maßnahmen greifen“, erklärt Arge-Rind-Geschäftsführer Werner Habermann auf Nachfrage. Zuvor hatte die Arge Schlachtbetriebe dazu aufgefordert, die Importe von Kühen zu Schlachtzwecken zu reduzieren, um etwas Menge aus dem Markt zu nehmen. Dieser Aufforderung waren die Schlachthofbetreiber nachgekommen. Entgegenkommen gab es auch in den Preisverhandlungen. „Bis Ende August ist der Preis eingefroren. Das gibt Bauern Sicherheit“, betont Habermann.
Auch der Handel zeigt sich solidarisch. Die Handelskette Billa hat sich mit der Arge Rind darauf geeinigt, vorerst 20 Prozent mehr Rindfleisch in den Qualitätsprogrammen „Ja! Natürlich“ und „ALMO-‚Fair zum Tier!‘“ abzunehmen. Und zwar zu fixierten Preisen. Habermann zeigt sich darüber in einer gemeinsamen Aussendung mit der Handelskette erfreut: „Solche Ausnahmesituationen lassen sich nur gemeinsam bewältigen, mit Partnern, die auch dann verlässlich abnehmen, wenn es nötig ist. Mein Dank gilt daher Billa, der hier rasch und unkompliziert zur Stelle ist.“ Die Übermengen wird die Rewe-Kette laut APA teils über Preisaktionen absetzen. Die übrigen Handelsketten Spar, Hofer und Lidl planen derzeit keine solchen Maßnahmen, schreibt der Pressedienst.
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