Als Reaktion auf die Folgen von Hitze und Dürre haben zwei der größten genossenschaftlichen Bankengruppen Frankreichs gesonderte Kreditprogramme für landwirtschaftliche Betriebe aufgelegt. Die Crédit Agricole kündigte an, insgesamt 1,5 Mrd. Euro zu mobilisieren, um vor allem drohenden Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken. Über die sogenannten „Agri-Viti-Härtefallkredite“ sollen Betriebe bis zu 50.000 Euro erhalten, die in einer Einmalzahlung getilgt werden. Für Junglandwirte ist ein Zinsbonus von 0,5 Prozentpunkten vorgesehen, Sicherheiten sollen laut Bank nicht verlangt werden. Die Crédit Agricole rechnet damit, dass im Herbst bis zu 15 Prozent der Betriebe auf Liquiditätshilfen angewiesen sein könnten. Auch die Volksbanken, die zur Groupe BPCE gehören, kündigten Unterstützungsmaßnahmen für Landwirte an. Im Zentrum stehen Liquiditätskredite, mit denen insbesondere gestiegene Futtermittel- und Betriebsmittelkosten abgefedert werden sollen. Die Konditionen sollen laut Bankengruppe besonders günstig ausfallen, mit einem Zinssatz von maximal 2,5 Prozent. Für Betriebe in ernsteren finanziellen Schwierigkeiten sind maßgeschneiderte Lösungen vorgesehen, etwa im Bereich der Umschuldung. Wie Medien berichten, war im Zuge der Erarbeitung des staatlichen Hilfsprogramms auch erwogen worden, die Zinsen der Sonderkredite durch den Staat übernehmen zu lassen. Die dafür veranschlagten Kosten sollen sich auf rund 100 Mio. Euro belaufen.
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