In Rankweil-Brederis wurde am Samstag der neue Schlachthof der „Zämma Schlacht- und Zerlege GmbH“ eröffnet. Rund 6.000 Tiere sollen dort künftig jährlich geschlachtet werden. Das Land Vorarlberg fördert die Investition mit drei Millionen Euro.
Kurze Wege, mehr Sicherheit
Der zentral gelegene Betrieb ermöglicht Nutztierhaltern die Schlachtung und Zerlegung im eigenen Land. Kürzere Transporte können das Tierwohl verbessern. Auch Metzgereien und Konsumenten profitieren von heimischer Verarbeitung. Landesrat Christian Gantner bezeichnete die Eröffnung als „Meilenstein“.
Regionale Schlachtmöglichkeiten stärken die Versorgungssicherheit. Tierseuchen und pandemiebedingte Einschränkungen zeigten, wie anfällig überregionale Lieferketten sind. Der Standort senkt die Abhängigkeit von auswärtigen Betrieben.
Ob der Schlachthof langfristig erfolgreich ist, hängt von seiner Auslastung ab. Es braucht Bauern, die ihn nutzen, und Abnehmer, die regionale Produkte kaufen. Vorgesehen ist die Schlachtung von Kühen, Rindern, Kälbern, Schweinen und weiteren Nutztieren.
Gantner appelliert an Bauern, den Standort zu nutzen, und an Konsumenten, Fleisch aus Vorarlberg zu kaufen. „Die Moral entscheidet sich am Regal“, betonte er. Bleiben Schlachtung, Zerlegung und Vermarktung mit der heimischen Landwirtschaft verbunden, bleibt mehr Wertschöpfung im Land. Jetzt müssen Bauern und Konsumenten dafür sorgen, dass aus der Investition ein dauerhaft tragfähiges Projekt wird.
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