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Forschung braucht Kommunikation

Forschung kann zur Bewältigung großer Herausforderungen beitragen. Voraussetzung dafür ist, dass neue Erkenntnisse ihren Weg in die Praxis finden. Dafür braucht es kreative Ansätze. Sie standen am Montag beim Tag der Ressortforschung des Land- und Forstwirtschaftsministeriums (BMLUK) im Mittelpunkt.

Wie auch in dem auf der Veranstaltung vorgestellten Magazin „Blickpunkt Forschung“ nachzulesen ist, wurden 2024 in Österreich 16,13 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben, von Unternehmen bis hin zu Bund und Ländern. Damit soll Österreich mit 3,35 Prozent des BIP die dritthöchste Forschungsquote in der EU haben, der EU-Durchschnitt liegt bei 2,22 Prozent.

In der BMLUK-Ressortforschung wurden 542 neue Forschungsprojekte von 2020 bis 2025 realisiert. Allein 2024 flossen 67,35 Mio. Euro in die Forschung (inklusive Waldfonds). 16.649 Teilnehmende sollen im gleichen Jahr Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Fachvorträge, Seminare und Exkursionen an den „forschungsaktiven Dienststellen“ besucht haben.

Unterstützung für Kommunikation

Gerade diese Vermittlung ist wichtig. Denn wenn Forschung im akademischen Elfenbeinturm bleibt, dann bleibt der Nutzen für die Gesellschaft gering. „Damit aus Wissen auch Wirkung wird, muss es dort ankommen, wo es gebraucht wird“, so Bundesminister Norbert Totschnig anlässlich des Tages der Ressortforschung. Dafür stellt das BMLUK auch Geld bereit und unterstützt innovative Kommunikationsformate sowie Coachings für Forschende. Um „komplexe Inhalte auf zeitgemäße Weise breitenwirksam zu vermitteln“, stehen insgesamt 200.000 Euro aus dem Budget der Auftragsforschung bereit – bis zu 25.000 Euro pro Projekt. Die Einreichung ist ab sofort möglich und läuft bis Mitte September über die Plattform dafne.at. Dort stehen auch die Berichte zu abgeschlossenen Forschungsprojekten zur Verfügung.

Neue Wege der Wissensvermittlung

Das BMLUK leistet bereits jetzt Pionierarbeit im Bereich der Wissenschaftskommunikation. Hier nur drei Beispiele: Die Podcast-Serie „Agrar Science – Wissen kompakt“ der HBLFA Raumberg-Gumpenstein informiert in mehr als 180 Beiträgen über aktuelle Forschungsthemen, insbesondere zur Anpassung an den Klimawandel. Mit der Plattform Genblue wird Wissen rund ums Wasser für junge Zielgruppen aufbereitet. Mitmach-Initiativen fördern Engagement und Verantwortung im Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser. Im Projekt ReFoMo stand die Erholungswirkung klimafitter Wälder im Vordergrund. Dabei hat sich auch gezeigt, dass rund 80 Prozent der Befragten gezielte Pflegeeingriffe unterstützen, etwa zur Erhöhung der Widerstandskraft des Waldes. Angesichts des voranschreitenden Klimawandels werden diese dringend nötig sein.

Die neun "forschungsaktiven" Dienststellen des BMLUK

  1. Bundesanstalt für Agrarwirtschaft und Bergbauernfragen

  2. Bundesamt für Wasserwirtschaft

  3. Bundesamt für Weinbau

  4. Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik

  5. Höhere Bundeslehranstalt und Bundesamt für Wein- und Obstbau Klosterneuburg

  6. Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Francisco Josephinum

  7. Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein

  8. Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau und Österreichische Bundesgärten

  9. Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt Tirol – Forschung und Service

Ausgegliederte Forschungseinrichtungen des BMLUK

  1. Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages)

  2. Umweltbundesamt

  3. Bundesforschungszentrum für Wald (BFW)

Waldfonds-Projekte liefern Lösungen für die Praxis

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