Schon vor zwei Jahren landete Hubert Ottenbacher aus dem südsteirischen Oberrakitsch beim Kürbiskernöl-Championat auf dem zweiten Platz. Heuer holte er sich bei dieser von der Landwirtschaftskammer und der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl gemeinsam durchgeführten Veranstaltung den Sieg. „Wir haben nicht geglaubt, dass wir es schaffen. Toll, dass wir das beste Kernöl des Landes erzeugen“, zeigen sich Hubert Ottenbacher und Elke Lachowitz vom Sieg überrascht.
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Obmann Franz Labugger von Steirisches Kürbiskernöl g.g.A., Thomas Ninaus mit Margret Ertl, Hubert Ottenbacher mit Elke Lachowitz, Bernadette und Christian Grebenz sowie LK-Präsident Andreas Steinegger.
Das höchste Ziel der Nebenerwerbsbauern ist: Ein gutes und natürliches Produkt herzustellen. Und das machen sie mit viel Herz und Leidenschaft sowie viel Liebe zum Boden – für sie bedeutet das Herstellen von Kürbiskernöl einfach Freude. Kreislaufwirtschaft und Fruchtfolge haben für sie höchste Priorität. Auf den Boden gut schauen – das ist das Credo ihrer Bewirtschaftung. „Wir haben einen gesunden Boden von unseren Vorfahren übernommen und wir wollen der nächsten Generation wieder einen gesunden Boden übergeben“, unterstreicht Ottenbacher. Der Anbau von Kürbissen hat am Betrieb von Hubert Ottenbacher lange Tradition, Ursprünglich wurde aber nur für den Eigenverbrauch hergestellt und erst seit etwa 20 Jahren auch für Kunden. Erhältlich ist das Champion-Öl direkt ab Hof oder durch Versand (Telefon 0664 9920577).
Zum ersten Mal in der Top-Liga
Jung, engagiert und voller Zukunftshoffnungen – so präsentieren sich die Vizechampions Margret Ertl und Thomas Ninaus. 2020 haben sie sich entschlossen, den Kürbisanbau auszuweiten und vermehrt Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. auf den Markt zu bringen – dabei sind sie auch sehr erfolgreich. Zum ersten Mal erreichten sie die Liga der Top 20-Kernöle und landeten gleich auf dem zweiten Platz. Warum gerade ihr Kürbiskernöl zu den besten des Landes gehört, beschreiben sie so: den richtigen Anbau- und Erntezeitpunkt wählen, dass die Kerne sofort gewaschen, getrocknet und kühl gelagert werden und eine sehr gute Ölmühle. Ihr Wissen eignen sie sich aus den Erfahrungen der Eltern, durch Austausch mit Berufskollegen sowie durch Expertenwissen bei den Flurbegehungen, Kürbisbautagen und speziellen Weiterbildungen an (Telefon 0664 4045209).
Seit Jahrzehnten produziert Familie Grebenz hochwertiges steirisches Kürbiskernöl. Zum ersten Mal katapultierten sie sich in die Liga der Top 20-Kernöle der Steiermark und erzielten in einem Atemzug gleich den dritten Platz. Die Familie legt Wert auf perfekte Handarbeit: Vom Anbau über Ernte, Waschen, Trocknen und Lagern bis zum Pressen in der Ölmühle Hartlieb wird alles sorgfältig betreut. Warum ihr Öl zu den besten des Landes zählt, erklären Bernadette und Christian Grebenz: „Vor allem achten wir auch darauf, dass die Kerne bauchig sind und besonders gut ausreifen.“ Und vielleicht spielt auch die Mondphase beim Anbau eine Rolle, ergänzt Bernadette Grebenz, die auch Weinbau- und Kellermeisterin sowie Sommelière ist (Telefon 0664 6589573).
Viele bekannte Köche
Mehr als 30 heimische Hauben- und Spitzenköche waren heuer als Juroren aktiv. Darunter waren Stefan Eder, Eveline Wild, Lorenz Kumpusch, Christof Widakovich und Hans-Peter Fink, Fabian Palz. Aber auch Kochbuch-Autorin Joana Gimbutyte Skilegende und Kernölbotschafterin Conny Hütter konnten Landwirtschaftskammerpräsident Andreas Steinegger und Franz Labugger, Obmann Steirisches Kürbiskernöl g.g.A., zu dieser hochkarätigen Veranstaltung begrüßen. Farbe, Viskosität, Geruch und Geschmack sind ausschlaggebende Kriterien bei der Kür. So muss Kürbiskernöl typische Zweifarbigkeit aufweisen, also dunkelgrün und leicht rotbraun schimmern. Hinsichtlich der Viskosität muss bestes Öl dickflüssig vom Löffel auf den Teller fließen. Der Geruch muss frisch sein und einen typisch nussigen Ton sowie idealerweise auch Nuancen von Schokotönen und Brotrinde aufweisen. Im Mund muss der Geschmack von Kürbiskernöl frisch sein und den Gaumen muss es mit einem nussigen Geschmack nuanciert mit Schokotönen und Brotrinde umspülen.
In der Steiermark wurden heuer auf 9177 Hektar Ölkürbisse angebaut. Die Erntemenge lag im Durchschnitt bei 700 Kilo pro Hektar.
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