Die Verbindung aus einem Stickstoffatom und drei Wasserstoffatomen bietet gegenüber reinem Wasserstoff mehrere Vorteile: etwa eine höhere volumetrische Dichte, leichtere Verflüssigbarkeit, die geringere Explosionsgefahr, die global vorhandene Vertriebsinfrastruktur sowie die einfachere Lagerung und der leichtere Transport. Ammoniak ist allerdings giftig, hat einen geringeren Heizwert bezogen auf die Masse sowie eine langsamere Brenngeschwindigkeit. Seine Verbrennung kann zudem zu Emissionen von Stickstoffverbindungen führen.
Das bis 2029 laufende Forschungsprojekt Gamco (Green Ammonia Multifuel Combine) stellt nun Ammoniak als Energieträger für schwere Landmaschinen wie Mähdrescher unter praxisnahen Einsatzbedingungen in den Fokus. Beteiligt daran sind Claas, MAN und das Forschungsinstitut WTZ.
„Die Dekarbonisierung schwerer Off-Road-Anwendungen wird nicht von einer einzelnen Technologie gelöst werden. Deshalb ist es wichtig, unterschiedliche Energieträger und Antriebskonzepte wissenschaftlich zu untersuchen und ihre Potenziale realitätsnah zu bewerten“, sagt Werner Kübler, Head of Engineering MAN Engines. „Mit unserer Erfahrung in der Entwicklung und Simulation moderner Verbrennungsmotoren leisten wir einen wesentlichen Beitrag dazu, die technische Machbarkeit von ammoniakbasierten Antriebskonzepten für leistungsintensive Anwendungen zu bewerten.“ Claas soll seine Expertise als Landmaschinenhersteller beisteuern, das WTZ Roßlau seine Erfahrung in der Entwicklung und Erprobung neuer Antriebstechnologien.
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