Traktoren, Mähdrescher, Pressen und Häcksler: Immer wieder werden sie zum Auslöser für Hofbrände. Die Abhilfe dagegen? Der richtige Mix aus Wartung, Aufmerksamkeit und Vorbeugung.
Einfach „dumm hergehen“ kann es manchmal auch. Etwa wenn die Maschine in Kontakt mit Steinen kommt. Diese schlagen Funken, die einen Brand auslösen können. In aller Regel sind die Brandrisiken im Betrieb von landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Maschinen aber vorhersehbar – und damit auch kontrollierbar.
Kritisch wird es immer, wenn bereits angeschlagene Lager heißlaufen oder Hydraulikleitungen undicht werden. Dazu kommen überhitzte Motoren und Abgasanlagen sowie elektrische Kurzschlüsse, etwa nach Marderbiss oder Kabelbruch. Brennbares an Ort und Stelle tut dann ein Übriges, damit aus Hitze Feuer wird: die Kombination aus Staub, Öl und Pflanzenresten, die sich typischerweise auf Arbeitsgeräten ablagern und regelmäßig zu entfernen sind.
Fahrzeugbrand wird Großbrand
Nach intensivem Betrieb stellen Traktoren, Mähdrescher oder Ballenpressen immer ein ernst zu nehmendes Brandrisiko dar. Dazu kommt, dass sich ein ohnehin schon teurer Maschinenbrand nur allzu schnell zum Hofbrand auswächst.
In der Brandverhütung sollten Maschinen und Fahrzeuge die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen. Und das schon vor Beginn der Arbeit: Kritische Teile wie Wellen oder Lüftungsbereiche sind zu reinigen, Lager zu kontrollieren. Während der Arbeit empfiehlt sich eine aufmerksame Sichtkontrolle – und die rechtzeitige Nachschau bei ungewöhnlichen Geräuschen. Eine risikobewusste Wartung und Arbeitsweise erleichtert nicht nur die Abwicklung des Schadens mit der Versicherung. Nicht wenige der knapp 800 (!) landwirtschaftlichen Brände jedes Jahr in Niederösterreich ließen sich damit verhindern.
Parkplatzsuche
Und wo sind Fahrzeuge nach der Arbeit sicher geparkt? Jedenfalls nicht in Scheunen mit brennbarem Lagergut. Die Brandverhütungsstellen empfehlen freistehende Nebengebäude mit einer Grundfläche von nicht mehr als 1.200 m², die mindestens sechs Meter Abstand zu anderen Gebäuden und vier Meter zu Grundstücksgrenzen aufweisen und keine Stallungen oder Aufenthaltsräume enthalten.
Alternativ bietet sich eine Garage im Wirtschaftstrakt an: Sie muss baulich auf einen Feuerwiderstand von mindestens 90 Minuten ausgelegt sein.
Richtig vorbeugen
www.es-tarat-brenna.at – Tipps, Infos und Kontakte übersichtlich aufbereitet!
„Es tarat brenna“ ist eine Initiative der Niederösterreichischen Versicherung und der Landwirtschaftskammer NÖ für die Bäuerinnen und Bauern.
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