Traktor

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Landtechnik: Geschäftsklima sinkt auf den niedrigsten Stand seit 20 Monaten

Der allgemeine Geschäftsklimaindex für die Landmaschinenindustrie in Europa ist weiter gesunken. Im Oktober 2026 fiel der Index um 10 Punkte von -21 auf -31 (auf einer Skala von -100 bis +100).

Das ist der niedrigste Wert seit 20 Monaten, berichtet der europäische Branchenverband Cema. Der Rückgang sei vor allem auf eine schwächere Einschätzung des aktuellen Geschäfts zurückzuführen, während die Erwartungen für die kommenden Monate ebenfalls nach unten korrigiert wurden. Fast 60 Prozent der Befragten würden ihre aktuelle Geschäftslage als ungünstig bewerten und nur jeder fünfte Unternehmensvertreter rechne in den nächsten sechs Monaten mit einem Umsatzanstieg. Allein die Branche für Tierhaltungstechnik zeichne sich weiterhin durch „sehr positives Feedback“ aus.

Wenig positive Meldungen kamen zuletzt auch aus Italien. Startete das Jahr 2026 zunächst noch mit Wachstum und bestätigte damit den Aufwärtstrend von 2025, der durch staatliche Förderprogramme begünstigt wurde, kehrte sich in den folgenden Monaten dieser Trend jedoch um. Geopolitische Instabilität und steigende Inflation, gepaart mit der Klimakrise im späten Frühjahr und Sommer, hätten die Agrarbetriebe belastet und die Investitionsbereitschaft in neue Ausrüstung gedämpft. Diese Analyse präsentierte Mariateresa Maschio, Präsidentin des Branchenverbands FederUnacoma, auf der Pressekonferenz zur 47. Ausgabe der Landtechnikmesse Eima International. Konkret gingen zwischen Juli und September die Verkaufszahlen gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2025 bei Traktoren um 13,8 Prozent, bei Mähdreschern um 37,5 Prozent, bei Transportern um 18,2 Prozent, bei Teleskopladern um 16,2 Prozent und bei Anhängern um 5,6 Prozent zurück.

In Deutschland lagen laut VDMA die Traktorzulassungen im September mit 1.564 Stück um 18,9 Prozent unter demselben Monat des Vorjahres. Auch der Traktorbereich ab 51 PS schrumpfte deutlich (-18,5 %) auf 1.219 Stück. In Österreich wurden im September 273 Standardtraktoren neu zugelassen. Das entspricht einem Plus von 17,2 Prozent.  Zurückzuführen ist es insbesondere auf zwei Marken: John Deere und Claas. 

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