Wolf

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Der entnommene Wolf im Montafon war kein Einzeltäter

DNA-Ergebnis der gerissenen Tiere zeigt, dass ein zweiter Wolf beteiligt war.

Anfang August wurden auf zwei Almen im Gemeindegebiet von Tschaggungs mehrere Wolfssangriffe gemeldet. Dabei wurde ein Rind getötet, ein Kalb und ein Esel mussten aufgrund der schwerwiegenden Verletzungen ebenfalls getötet werden. Daraufhin erließ das Amt der Vorarlberger Landesregierung eine Abschussverordnung für einen Schadwolf. Diese wurde innerhalb weniger Tage mit der Erlegung eines Wolfes am Ort des Rissgeschehens erfüllt.

Beim erlegten Wolf sowie den gerissenen Tieren wurde eine DNA-Untersuchung durchgeführt. Dabei konnte nachgewiesen werden, dass der Wolf einer italienischen Population angehörte. Außerdem zeigte die Untersuchung, dass ein weiterer Wolf an den Rissen beteiligt war. Ob sich dieses Tier weiterhin im Montafon aufhält, ist fraglich, da Wölfe sehr mobil sind und innerhalb kurzer Zeit große Distanzen zurücklegen können.

Anfang September wurde in Tschagguns ein Lamm gerissen. Vieles deutet auf einen weiteren Wolfsangriff hin, bestätigt ist das laut Landesrat Christian Gantner nicht. Eine genetische Untersuchung wird derzeit durchgeführt, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Intakter Alpbetrieb

Für Landesrat Christian Ganter bestätigt die gezielte Entnahme des Schadwolfes die Wirkung beziehungsweise die Notwendigkeit von Abschüssen:

"Ich möchte mich bei allen Beteiligten, insbesondere jedoch auch den betroffenen Jägern, für die rasche Umsetzung der Abschussverordnung bedanken, weil damit ein wichtiger Beitrag für die Erhaltung eines intakten Alpbetriebs in Vorarlberg geleistet wurde."

Mann mit Brille im dunkelblauen Sakko lächelt vor Vorarlberg-Logo-Hintergrund, Hände gefaltet, weißes Hemd.

Christian Gantner

Landesrat

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