Vier Japankäfer mit kupferfarbenen Flügeldecken fressen ein grünes Blatt, das bereits stark zerlöchert ist.

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Vorarlberg rüstet sich für den Japankäfer

Der Japankäfer sorgt derzeit im Grenzraum zwischen Bayern und Vorarlberg für Aufmerksamkeit.

Östlich von Lindau wurden in den vergangenen Wochen wiederholt Käfer gefunden – darunter auch mehrere Weibchen. Nun wird in Bayern eine Quarantänezone eingerichtet. Auch Vorarlberg bereitet entsprechende Schutzmaßnahmen vor.

Der ursprünglich aus Asien stammende Käfer hat es auf eine große Zahl von Pflanzen abgesehen. Die erwachsenen Tiere fressen an Blättern, Blüten und Früchten. Noch problematischer können die Larven sein: Sie entwickeln sich im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln, etwa auf Wiesen und Rasenflächen. In der Europäischen Union gilt der Japankäfer deshalb als prioritärer Quarantäneschädling.

Grenzen schützen den Käfer nicht

Mit der bayerischen Allgemeinverfügung wurde nun die rechtliche Grundlage für weitere Maßnahmen geschaffen. Aufgrund der unmittelbaren Grenznähe reicht die Quarantänezone bis nach Vorarlberg. Die zuständigen Landesbehörden arbeiten derzeit an den konkreten Vorgaben für das österreichische Staatsgebiet. Diese sollen gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden umgesetzt werden.

„Schädlinge kennen keine Landesgrenzen. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Nachbarn in Deutschland zusammen“, erklärt Agrarlandesrat Christian Gantner. Ziel sei es, rasch und abgestimmt zu handeln, um die heimische Landwirtschaft, den Obst- und Weinbau sowie Hausgärten vor möglichen Schäden zu schützen.

Aufmerksame Augen gefragt

Bei der Eindämmung des Japankäfers kommt es nicht nur auf die Behörden an. Auch Landwirte, Gartenbesitzer und die Bevölkerung können dazu beitragen, eine mögliche Ausbreitung frühzeitig zu erkennen.

„Gerade im Spätsommer bitten wir alle Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer, die Augen offen zu halten und Verdachtsfunde unverzüglich zu melden", appelliert Gantner abschließend.

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