Junge Frau hockt lächelnd neben einem braunen Schaf auf einer grünen Wiese vor einem rustikalen Holzstall bei blauem Himmel.

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Elisa Thurner ist neue Obfrau des Bundesverbands für Schafe und Ziegen

Mit Elisa Thurner übernimmt eine 26-jährige Schafzüchterin aus Tirol den Vorsitz des ÖBSZ. Sie will Bewährtes mit neuen Ideen verbinden und die Bedeutung der Schaf- und Ziegenhaltung für Alm- und Weidewirtschaft stärker vermitteln.

Bei der Generalversammlung des Österreichischen Bundesverbands für Schafe und Ziegen (ÖBSZ) am 29. September am Traunsee wurde Elisa Thurner zur neuen Obfrau gewählt. Vertreter aller zehn Landesverbände, der Landeslandwirtschaftskammern und der Österreichischen Schaf- und Ziegenbörse nahmen an der Versammlung in Oberösterreich teil. Neben Tätigkeits- und Kassabericht sowie einem Rückblick auf das vergangene Verbandsjahr stand die Neuwahl des Vorstands im Mittelpunkt.

Praktischer Bezug zur Schafhaltung

Die neugewählte Obfrau Elisa Thurner ist 26 Jahre alt, kommt aus Tirol und arbeitet als Gesundheits- und Krankenpflegerin. Gleichzeitig ist sie auf dem landwirtschaftlichen Betrieb ihrer Familie tätig, der im Nebenerwerb geführt wird. Dort werden Braune Bergschafe gehalten und gezüchtet. „Dadurch habe ich einen sehr direkten und praktischen Bezug zur Schafhaltung. Ich kenne die tägliche Arbeit mit den Tieren und weiß auch, wie viel Engagement und Zeit dahinterstecken. Gerade diese praktische Erfahrung ist für mich eine wichtige Grundlage für meine Arbeit als Obfrau“, sagt Thurner.

Junge Züchter und Austausch stärken

In ihrer neuen Funktion wolle sie neue Ideen einbringen und insbesondere junge Menschen in der Schaf- und Ziegenzucht stärken. Gleichzeitig sei ihr der Erhalt der Zuchtprogramme ein Anliegen. Wichtig sei ihr zudem, stärker von den Erfahrungen anderer Bundesländer zu lernen und den Austausch innerhalb Österreichs auszubauen.

„Für mich bedeutet die Funktion vor allem, mitzugestalten und mitzuwirken. Als junger Mensch möchte ich die Erfahrung und das Wissen aus der Schaf- und Ziegenzucht mit neuen Ideen verbinden und gleichzeitig selbst viel dazulernen“, erklärt Thurner.

Ein weiterer Schwerpunkt soll auf der Interessenvertretung liegen. Anliegen der Züchter und Betriebe sollen aus ihrer Sicht auf Bundesebene stärker eingebracht werden.

Dabei sieht Thurner auch Verbesserungsmöglichkeiten bei der internen Kommunikation. Entscheidungen und Entwicklungen sollen innerhalb der Branche nachvollziehbar vermittelt werden.

Bedeutung nach außen vermitteln

Neben der Arbeit innerhalb des Verbands hält Thurner auch das öffentliche Bild der Schaf- und Ziegenhaltung für entscheidend. Der Beitrag der Tiere zur Lebensmittelproduktion, Kulturlandschaft und Biodiversität sowie ihre Bedeutung für die Alm- und Weidewirtschaft können stärker nach außen vermittelt werden.

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