Zuchtkälber bei der Versteigerung

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Rinderzucht Tirol: Ein Rekordjahr in der Vermarktung

Bei der Generalversammlung der Rinderzucht Tirol wurde ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr mit Rekorden in der Vermarktung, stabilen Beständen und einem klaren Blick auf künftige Aufgaben bilanziert.

Am 22. Februar fand im Reschenhof in Mils die Generalversammlung der Rinderzucht Tirol statt. AR-Vorsitzender Kaspar Ehammer konnte dabei 90 Delegierte und Ehrengäste begrüßen.

Allzeithoch in der Tiervermarktung

Wie Ehammer gleich am Beginn anmerkte, war das vergangene Jahr besonders wirtschaftlich eine große Herausforderung, welche gut überbrückt werden konnte. In der Preisentwicklung der Tiervermarktung konnte ein Allzeithoch festgestellt werden. Mit über 7.000 vermarkteten Zuchttieren auf den Versteigerungen und dem erstmaligen Überschreiten von über 20.000 Rindern in der Schlacht- und Nutzviehvermarktung konnten Meilensteine in der Vermarktung gesetzt werden verbunden mit Höchstpreisen in allen Bereichen. Der Umsatz ist mittlerweile auf 37 Millionen Euro gestiegen.

Aufgrund der Insolvenz eines Schlachthofes musste man für das Bilanzjahr einen Verlust von 258.000 Euro aufweisen. Für 25 Rinderrassen führt man die Zuchtprogramme in der Rinderzucht Tirol. 57.127 Kühe in der Milch- und 5.907 unter Fleischleistungskontrolle zeigen stabile Kuhzahlen.

Mit Blick auf die Zukunft

Die wichtigen Themen in der züchterischen Arbeit sind zukünftig Tiergesundheit und Herdentypisierung. Große Anstrengungen wurden in den vergangenen Jahren in die Digitalisierung gelegt. Mittlerweile konnte der 5.000 RZApp-Nutzer registriert werden. Weitere Schritte sind schon in Umsetzung, um effizient und serviceorientiert für die Mitglieder und Kunden arbeiten zu können.

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Die Verantwortlichen und Referenten präsentierten den Delegierten viele interessante Informationen bei der Generalversammlung.

Starke Partnerschaften

Veterinärdirektor Matthias Vill berichtete von einem sehr fordernden Jahr in der Seuchenlage mit Blauzunge, TBC, MKS und LSD. Jungzüchtervertreter Simon Geisler stellte die zahlreichen Aktivitäten der Jungzüchter vor. Mittlerweile feiern die ersten Jungzüchtervereinigungen ihre 30-jährige Jubiläumsausstellungen. In ihren Grußworten wiesen Landesbäuerin-Stv. Andrea Lechleitner, Präsident Josef Hechenberger, Rinderzucht Austria Obmann Thomas Schweigl und Tierzuchtdirektor Christian Presslaber auf die Wichtigkeit der Rinderzucht Tirol als starke Vertretung für die Tiroler Landwirtschaft hin in Zusammenarbeit mit vielen Partnerorganisationen.

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