Politische Sitzung mit mehreren Personen in Anzügen an einem Konferenztisch mit Namensschildern, Mikrofonen und Wasserflaschen.

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Alpenländer wollen Bergbauern stärken und Wolfsmanagement fortsetzen

Bei der ARGE-ALP-Konferenz in Bregenz forderten die Alpenländer eine langfristige Absicherung der Bergbauernbetriebe und weniger Bürokratie. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle bekräftigte das Ziel einer regulären Bejagung des Wolfes.

Die Regierungschefs der zehn ARGE-ALP-Mitgliedsregionen haben sich am Freitag zur 57. Regierungschefkonferenz in Bregenz getroffen. Mit einer gemeinsamen Resolution bekräftigten die zehn Mitgliedsregionen das Ziel, die Energieunabhängigkeit zu stärken und den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Weitere Schwerpunkte waren die Sicherung der Wasserversorgung sowie der Umgang mit Naturgefahren in der Raumplanung. Im Rahmen der Konferenz wurde zudem der Vorsitz der ARGE ALP von Vorarlberg an Bayern übergeben.

Bergbauern langfristig absichern

Auch die Zukunft der Berglandwirtschaft und die EU-Regionalförderung (ELER/EFRE) ab 2028 waren Thema der Konferenz. Die Alpenländer fordern eine ausreichende finanzielle Ausstattung der Agrarförderungen, die langfristige Absicherung der Bergbauernbetriebe und weniger Bürokratie. Bei der künftigen EU-Regionalförderung sprechen sie sich für ein starkes Mitspracherecht der Regionen bei der Gestaltung und Verwendung der Fördermittel aus.

Wolfsmanagement über Grenzen hinweg

Bereits 2022 hat sich die ARGE ALP in Innsbruck zu einem länderübergreifenden Wolfsmanagement bekannt. Dazu wurde unter anderem ein jährlicher Datenaustausch und -abgleich beauftragt, um einen Überblick über die Entwicklung der Populationen großer Beutegreifer und deren Auswirkungen auf die Berg- und Almwirtschaft zu erhalten.

Der Wolf kennt keine Landesgrenzen. Deshalb darf auch das Management nicht dort enden.

Anton Mattle, Landeshauptmann von Tirol

Damit verbunden war stets die Forderung, den europäischen Schutzstatus des Wolfes zu senken. „Wir haben lange auf die Senkung des Schutzstatus hingearbeitet. Mit vereinten Kräften ist es schließlich gelungen, den Wolf von ‚streng geschützt‘ auf ‚geschützt‘ herabzustufen. Den gewonnenen rechtlichen Spielraum beim Umgang mit Risiko- und Schadwölfen haben wir genützt, um das Tiroler Modell der Entnahme von Schad- und Risikowölfen weiterzuentwickeln“, erklärt Tirols LH Anton Mattle: „Wir bleiben aber auf europäischer Ebene weiterhin hartnäckig, denn unser langfristiges Ziel ist eine reguläre Bejagung des Wolfes. Für uns geht es um den Schutz der Almtiere und der Almwirtschaft. Der Wolf kennt keine Landesgrenzen. Deshalb darf auch das Management nicht dort enden. Wir brauchen eine gute Datengrundlage auf Landesebene, in ganz Österreich und im internationalen Austausch.“

Die Zusammenarbeit im Rahmen der ARGE ALP helfe dabei, die Bestände großer Beutegreifer im Alpenraum besser zu erfassen und Maßnahmen abgestimmt umzusetzen. Neben der Gefahr für Almtiere warnt Mattle davor, dass Wölfe in der Nähe von Siedlungsräumen Angst verbreiten; auch dies müsse verhindert werden.

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