Lorenz Mayr und Silke Dammerer mit Iglo-Gemüse in der Hand

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Ardo-Schließung: Landespolitik bleibt dran

500 Gemüsebauern brauchen einen Abnehmer für ihre Ernte. Die Suche nach einem neuen Betreiber soll die Zukunft der Tiefkühlgemüseverarbeitung sichern.

Die geplante Schließung des Ardo-Werks in Groß-Enzersdorf bedroht rund 240 Arbeitsplätze und 500 bäuerliche Familienbetriebe. Seit 1946 wird in Groß-Enzersdorf Gemüse tiefgekühlt. Am 24. September gab die Betriebsleitung die Schließung bekannt und verwies auf betriebswirtschaftliche Gründe. Für viele Familien bleibt die Frage: Wer nimmt künftig ihr Gemüse ab? Die Schließung würde nicht nur Beschäftigte treffen, sondern auch eine gewachsene Verbindung zwischen Landwirtschaft und Verarbeitung schwächen.

Verarbeitung sichert die Zukunft der Höfe

LK-Vizepräsident Lorenz Mayr warnt vor fehlenden Absatzmöglichkeiten. „Unsere Bauernfamilien im Marchfeld erzeugen seit Jahrzehnten hochwertiges Gemüse und haben dafür viel in ihre Betriebe investiert. Nun droht eine wichtige regionale Wertschöpfungskette verloren zu gehen“, sagt er.

Unser Ziel ist klar: Wir wollen die Verarbeitung in der Region langfristig absichern. Dafür setzen wir uns mit aller Kraft ein.

Lorenz Mayr

Tiefkühlgemüse ist ganzjährig verfügbar und rasch zubereitet. Silke Dammerer, Landesobfrau der Wir Niederösterreicherinnen-ÖVP-Frauen, sagt: „Wir Frauen wissen, wie viel im Familienalltag zu stemmen ist. Gerade deshalb wollen wir uns darauf verlassen können, dass beim Einkauf gesundes Tiefkühlgemüse aus Niederösterreich in unseren Einkaufswägen landet und nicht Ware, die quer durch Europa gefahren wurde.“ Im NÖ Landtag verwies ÖVP-Abgeordneter Josef Edlinger auf Gespräche mit möglichen neuen Betreibern. „240 Arbeitsplätze, die Zukunft von 500 bäuerlichen Familienbetrieben und ein wichtiger Teil der heimischen Tiefkühlgemüseproduktion – all das steht durch die Schließungspläne von Ardo auf dem Spiel“, sagte er. Laut Edlinger habe eine Petition bereits 106.000 Unterstützer erreicht.

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Josef Edlinger thematisierte im Landtag die Zukunft der Gemüseverarbeitung.

Der NÖ Bauernbund macht indes auch gesellschaftlich Druck. Anlässlich des Nationalfeiertags am Montag wurde eine „Bewusstseinswoche für heimisches Tiefkühlgemüse“ ausgerufen. In den sozialen Medien sind Verbraucher dazu aufgerufen, ihren Einkauf mit österreichischem TK-Gemüse zu teilen und sich so solidarisch zu zeigen.

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