Die Spitzenkandidaten der wahlwerbenden Fraktionen

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LK-Wahl in Kärnten: Minus links der Mitte

Der Bauernbund verzeichnete am Sonntag als mit Abstand stimmenstärkste Fraktion ein Plus. Auch bei den Freiheitlichen gab es Zugewinne.

Am Sonntag waren Kärntens Bäuerinnen und Bauern dazu aufgerufen, ihre Standesvertretung zu wählen. Rund 62.000 Land- und Forstwirte sowie Grundbesitzer waren wahlberechtigt. 36,34 Prozent davon machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch, was einem leichten Plus von einem Drittel-Prozent entspricht.

Bauernbund bleibt bestimmende Kraft

Der Bauernbund hat am Sonntag Platz eins verteidigt. Mit 47,15 Prozent gewann die Liste von Kammerpräsident und Bauernbund-Obmann Siegfried Huber 0,8 Prozentpunkte dazu und hält damit18 Mandate, was genau der Hälfte der Sitze in der LK-Vollversammlung entspricht. Im LK-Vorstand bleiben damit die bestehenden Kräfteverhältnisse bestehen. „Ich bin mehr als glücklich, dass wir nach diesem spannenden Wahlkampf, in dem es oft ‚alle gegen einen‘ hieß, ein kleines Plus verzeichnen und die vier Sitze im Vorstand behaupten konnten. Ich bin stolz und wir werden es jetzt gemeinsam anpacken“, zog Huber am Wahlabend im Bildungshaus Schloss Krastowitz Bilanz.

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Künftige Mandatsverteilung in der LK-Vollversammlung. SPÖ, UBV und Grüne müssen jeweils ein Mandat abgeben.

Auch Agrarreferent LH-Stv. Martin Gruber war vor Ort und rief, nebst Gratulationen für seine Parteikollegen, zur Achtung auf: „Der Wahltag hält demokratische Werte hoch, denn wenn man sich in der Welt umschaut, ist es nicht selbstverständlich, überhaupt wählen zu dürfen. Ich wünsche mir künftig in der LK eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – ohne politische Agitation, weil es um die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern geht.“

Ich bin stolz und wir werden jetzt gemeinsam anpacken.

Siegfried Huber

Lobende Worte für das Bauernbundergebnis fand man auch in Wien. Bauernbund-Präsident Georg Strasser erklärte: „Siegfried Huber und sein Team vertreten die Anliegen der Kärntner Bauernfamilien mit Erfahrung und Nähe zur Praxis. Herzliche Gratulation und alles Gute für die kommende Periode.“ Auch Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig gratulierte: „Das starke Ergebnis des Kärntner Bauernbundes ist ein klarer Vertrauensbeweis der Kärntner Bäuerinnen und Bauern und eine Bestätigung der harten Arbeit für die Bäuerinnen und Bauern.“ Er sieht die Zusammenarbeit zwischen Bund und Land gestärkt. „Gemeinsam werden wir diesen Weg für eine starke, zukunftsfähige Landwirtschaft und die Interessen unserer bäuerlichen Familienbetriebe konsequent weitergehen“, so Totschnig.

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Mit weiterhin 18 Mandaten bleibt der Bauernbund die stärkste Kraft.

Auf den Draht zwischen Wien und Klagenfurt nahm auch Bauernbund-Direktorin Corinna Weisl Bezug. „Wir schätzen die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit sehr und freuen uns darauf, den gemeinsamen Weg für die Bauernfamilien in Kärnten fortzusetzen“, erklärte sie in einer Aussendung.

Zugewinne auch für Freiheitliche

Als weiterer Sieger des Wahlabends konnte sich die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft präsentieren. Mit etwas mehr als einem Viertel der gültigen Stimmen gewinnt die Fraktion unter LK-Vizepräsident Roman Linder 5,62 Prozent und damit drei Mandate in der Vollversammlung sowie einen weiteren Vorstandssessel dazu. „Ich bin stolz auf die Kandidatinnen und Kandidaten, wir haben als Team gewonnen. Auf gute Zusammenarbeit“, schlug Linder in Krastowitz versöhnliche Töne an.

SJK, SPÖ Bauern und UBV mit Minus

Alle übrigen Fraktionen mussten rückläufige Unterstützungszahlen zur Kenntnis nehmen. Für die Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern/Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov (SJK) fiel das Minus mit einem Dreiviertel Prozent am geringsten aus. Die Liste um Kammervorstand Marjan Cik erreichte 10,93 Prozent und wird auch weiterhin einen Vorstand stellen. „Ich bin überglücklich, dass wir uns zwischen den ‚Platzhirschen‘ behauptet haben. Es ist gut, dass die Fraktion, die die zweite Landessprache repräsentiert, im Vorstand vertreten bleibt“, so das Fazit des Spitzenkandidaten.

Grüne nicht mehr dabei

Weniger glimpflich kamen die SPÖ Bäuerinnen und Bauern davon. Mit gut 2,4 Prozent Minus sind sie unter Neo-Fraktionsführer Ralph Dörflinger nur mehr mit drei statt bisher vier Mandaten in der Vollversammlung vertreten. Auch der Österreichische Unabhängige Bauernverband/Liste Heimo Urbas stellt künftig nur noch ein Mandat im Kärntner Bauernparlament. Dort gar nicht mehr vertreten sind die Grünen Bäuerinnen und Bauern. Mit lediglich 2,55 Prozent haben sich diese mehr als halbiert. Kammerrat Karlheinz Gigler zeigte sich darüber naturgemäß wenig begeistert: „Leider haben wir unser Ziel nicht erreicht, da wir in der künftigen Vollversammlung nicht mehr vertreten sein werden.“

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