Frankreich hat den ersten Schritt gesetzt, jetzt soll Österreich nachziehen: Der NÖ Bauernbund fordert einen Importstopp für Lebensmittel, die unter Produktionsbedingungen hergestellt wurden, die in der Europäischen Union längst verboten sind. Konkret geht es um Obst und Gemüse, das mit in der EU nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde. Das französische Modell zeige, dass nationale Maßnahmen zum Schutz der Konsumenten und der heimischen Landwirtschaft europarechtlich möglich seien.
„Wer in unsere Regale will, muss sich auch an unsere Regeln halten“, fordert LK-Präsident Johannes Schmuckenschlager. Österreichs Bauern würden unter strengen Umwelt-, Tierwohl- und Qualitätsauflagen produzieren. „Es kann nicht sein, dass gleichzeitig Lebensmittel importiert werden, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die unseren Betrieben aus gutem Grund untersagt sind“, betont er. Wer zu heimischen Lebensmitteln greife, erwarte schließlich, dass auch importierte Produkte vergleichbaren Standards entsprechen.
Wettbewerbsnachteil für heimische Betriebe
Aus Sicht des NÖ Bauernbundes geraten die bäuerlichen Familienbetriebe zunehmend unter Druck. Während heimische Betriebe immer strengere Vorgaben erfüllen müssen, gelangen Produkte aus Drittstaaten oft zu niedrigeren Standards auf den Markt. Das verzerrt den Wettbewerb und untergräbt das Vertrauen der Konsumenten.
Ungleiche Regeln für Importware und heimische Lebensmittel sind ein Betrug am Konsumenten.
Johannes Schmuckenschlager
LK-Präsident
„Ungleiche Regeln für Importware und heimische Lebensmittel sind ein Betrug am Konsumenten“, sagt Schmuckenschlager. Wer hohe Standards erwarte, dürfe nicht mit Produkten konfrontiert werden, die unter Bedingungen erzeugt wurden, die in Europa längst verboten seien.
Klare Regeln für den europäischen Markt
Der Bauernbund sieht deshalb Handlungsbedarf auf nationaler Ebene. Frankreich habe mit seinem Erlass gezeigt, dass entsprechende Maßnahmen rechtlich umsetzbar seien. Nun müsse Österreich rasch nachziehen und gleiche Spielregeln für alle schaffen.
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LK-Präsident Johannes Schmuckenschlager spricht sich klar für einen Importstopp von Lebensmitteln aus, die nicht nach europäischen Produktionsstandards erzeugt wurden.
„Während die europäische Landwirtschaft immer strengere Auflagen erfüllen muss, werden Billigimporte aus Drittstaaten oft nach deutlich niedrigeren Standards erzeugt. Das ist weder fair noch nachhaltig. Ein freier Markt muss auch immer ein fairer Markt sein“, unterstreicht Schmuckenschlager.
Mit dieser Forderung greift der LK-Präsident zugleich einen zentralen Beschluss des NÖ Bauernbundes auf, der beim Bauerntag in Wieselburg formuliert wurde. Die Botschaft ist klar: Wer Lebensmittel in Österreich verkaufen will, soll künftig auch nach jenen Standards produzieren, die für Europas Bauern längst selbstverständlich sind.
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