Immer mehr Schweine warten in den Ställen auf Abholung, da über den fehlenden Schlachttag und dem höheren Aufkommen ca. 10% der sonst üblichen Schlachtzahlen, wegen mangelnder Nachfrage, nicht abgeholt werden. Dies ist keine gute Ausgangslage für Preisverhandlungen, da sich auch in der Vorschau auf die nächsten Wochen das Aufkommen an Schweinen in Österreich noch weiter steigen wird. Weiters erschwerend wirkt sich auch der noch immer hohe Preisabstand zu den europäischen Referenzmärkten im Verkauf aus. Dadurch stapeln sich weiter Schweinefleischmengen in den Gefrierlägern der Schlachthöfe, wo um diese Zeit diese eigentlich geräumt werden. Um den Warenfluss noch annähernd noch aufrecht zu erhalten, musste leider aufgrund des Vorpreschens von Deutschland mit Minus 8 Cent Rechnung getragen werden. Nicht nur für die Schweinebauern ist diese Lage ruinös und aus unserer Sicht nicht zu verantworten, sondern auch die Schlachthofseite schreibt seit längerem tiefrote Zahlen. In Anbetracht der desaströsen Lage fordern wir von der Politik einen Gipfel entlang der ganzen Wertschöpfungskette.
Europäische Schlachtschweinemärkte - große und im Vergleich zur verhaltenen Nachfrage zu umfangreiche Angebotszahlen wirken sich im europäischen Handel mit Schlachtschweinen aus. Aktuell sind keine größeren belebenden Effekte in Sicht, die Lage wird für alle Beteiligten herausfordernder. Es wird mit behaupteten bis schwächeren Tendenzen gerechnet.
Deutschland - In dieser Woche wird aus dem Handel mit Schlachtschweinen vermehrt über ein großes Aufkommen und teilweise bestehenden Überhängen berichtet. Von Seiten großer Schlachtunternehmen werden verstärkt Preisrücknahmen gefordert. Die Geschäfte mit Schweinefleisch gestalten sich schleppend, dies gilt für den inländischen Markt und auch für Exporte. Aufgrund dieser Situation wurde der Schweinepreis weiter massiv gesenkt.
In Spanien bleibt der Angebotsdruck durch hohe Anliefermengen bei einer ruhigen Nachfrage erhalten. Dies spiegeln steigende Schlachtgewichte und Schlachtzahlen wider. Die Fleischgeschäfte stellen sich impulslos dar. Probleme könnten auch durch einen Streik in der Fleischbranche entstehen, der für ganz Spanien vom 9. bis 13. November angekündigt ist. Aktuell müssen sowohl Landwirte als auch die Schlachtunternehmen mit Verlusten leben. Preislich wird eine weitere Absenkung erwartet.
In Frankreich wirkt sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf den Preis drückend aus. Seit mehreren Wochen sinkt der französiche Preis um die maximal erlaubten 6 ct/kg. Auch die Fleischpreise verringern sich weiter. Daher dürfte sich der sinkende Preistrend für Schlachtschweine weiter fortsetzen.
Mastschweine-Basispreis: EUR 1,35 (- 0,08)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,59 (- 0,05)
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