In der letzten Woche wurden in Österreich 91.571 Schweine geschlachtet. Die Steigerung der letzten Wochen entspricht der saisonalen Entwicklung und trifft auf einen Fleischmarkt der diese Mengen (noch) nicht in vollem Umfang aufnehmen kann. Dadurch kommt es fallweise zu Verschiebungen von schlachtreifen Schweinen.
Warten auf Aktionen
Seitens der Abnehmer wird die Nachfrage als weiter angespannt beschrieben und die ganze Branche wartet auf Impulse vom Lebensmittelhandel und der Verarbeitungsindustrie. Besonders wichtig wären verstärkte Aktionen im Handel, um den Mengenfluss entlang der Wertschöpfungskette zu sichern.
Deutschland: Handel reagiert
Aus Deutschland wird, auch bedingt durch den Feiertag letzte Woche, über weiter steigende Angebotszahlen berichtet. Interessant ist auch, dass die Nachfrage nach Schweinefleisch durch verstärkte Fleischaktionen im Handel, gefördert wird. Dies hat zur Folge, dass die Nachfrage nach allen Teilstücken zufriedenstellend ist. Das betrifft auch Teilstücke wie Schulter, die um diese Zeit normalerweise wenig gefragt sind.
Trotz allem bleibt das Fleischgeschäft weiter herausfordernd. Am Schlachtsauenmarkt gibt es, auf niedrigem Niveau, stabile Verhältnisse. Der Handel mit Sauenfleisch bleibt hinter den Erwartungen zurück und man wartet auf die übliche Belebung im Herbst. Ein Grund liegt darin, dass es für Verarbeitungsware auch günstig angebotene Verarbeitungsartikel vom Schwein gibt.
Frankreich: Konkurrenz aus dem Ausland
Sinkende Schlachtzahlen unter dem Niveau des Vorjahrs können in Frankreich Abschläge bei der Notierung nicht verhindern, um den Absatz flüssig zu halten. Der schwierige Fleischmarkt und der Konkurrenzdruck aus dem Ausland sorgen weiter für Probleme.
Unterschiede in Südeuropa halten an
In Spanien gibt es weiter Druck auf die Notierung, wobei die Abschläge allerdings geringer ausfallen als in den letzten Wochen. Im Rest von Europa gibt es am Fleischmarkt sehr deutliche Abschläge, welche die Margen der Schlachtunternehmen verschlechtern. Der spanische Nationalfeiertag am nächsten Montag verbessert die Situation auch nicht, und so sind weiter nachgebende Preise zu erwarten.
Weiter unterschiedlich stellt sich die Lage in Italien dar. Das insgesamt knappe Angebot kann die Nachfrage nicht vollständig bedienen. Trotzdem ist der Spielraum für weitere Preissteigerungen, wie in den letzten Wochen, deutlich kleiner geworden. Der europaweit schwierige Fleischmarkt führt zu einem stärkeren Widerstand der Schlachtunternehmen.
Mastschweine-Basispreis: EUR 1,52 (+/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,74 (+/- 0,00)
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