Der österreichische Markt befindet sich weiter in einem schwierigen Umfeld. Die Schweineschlachtungen nehmen weiter zu und stiegen in der Vorwoche auf 85.317 Stück. Das höhere Angebot trifft auf eine zurückhaltende Nachfrage und somit kommt es weiter zu Rückstellungen. Der fehlende Schlachttag am Montag ist in dieser Situation auch nicht gerade hilfreich. Seitens der Abnehmer wird das Geschäft am Heimmarkt als zufriedenstellend beschrieben. Teilstücke, die auf anderen Märkten abgesetzt werden müssen, sind aufgrund des internationalen Preisdrucks äußerst schwierig und nur mit großen Preisabschlägen abzusetzen.
Ruhige Nachfrage am europäische Markt
Eine ruhige Nachfrage und ein eher zu großes Aufkommen an Schlachtschweinen prägen die europäischen Schlachtschweinemärkte. Belastend wirken dabei die schwierigen Exportgeschäfte mit Drittländern. Größere Nachfrageimpulse sind aktuell nicht auszumachen. Daher wird in den meisten Ländern von schwächeren Preisen ausgegangen.
Auch in Deutschland wird weiter von angespannten Marktverhältnissen berichtet. Das auch dort steigende Lebendangebot lässt sich je nach Region stetig bis teilweise stockend absetzen. Im Süden ist der Markt eher ausgeglichen, während der Norden und Westen eine sehr ruhige Nachfrage verzeichnen. Wie im Rest von Europa drücken die schwierigen Exportgeschäfte in Drittländer auf die Marge der Schlachtunternehmen. Von größeren Nachfrageimpulsen auch mit Blick in Richtung Weihnachten ist aktuell nichts zu spüren. Der Reformationstag am 31. Oktober schränkt in den nördlichen Bundesländern die Schlachtmöglichkeiten ein. Interessant ist die Tatsache, dass sich die Schlachtungen aus heimischer Herkunft stabil entwickeln, ausländische Herkünfte aber rückläufig sind. Das könnte sich aber bis Ende des Jahres noch ändern.
Frankreich verzeichnet Schlachtmengen unterhalb des Vorjahresniveaus. Steigende Schlacht-gewichte sind aber ein Indiz für auch hier schwierige Geschäfte auf den Exportmärkten.
Der letztwöchige Preisrückgang in Deutschland hat auch in Spanien zu einer Rücknahme des Schlachtschweinepreises geführt. Dieser fiel aber deutlicher als erwartet aus. Das jede Woche steigende Angebot wird von den Schlachtunternehmen fortlaufend abgenommen. Niedrigere Teilstückpreise führen dazu, dass der Trend zu weiter rückläufigen Notierungen weiter besteht.
In Italien wirkt sich das höhere Schweinefleischaufkommen auf den Heimmarkt aus. Preisgünstige Importe erhöhen den Druck auf die heimische Notierung, die weiter unter Druck steht.
Preise
Mastschweine-Basispreis: 1,43 Euro (+/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: 0,64 Euro (+/- 0,00)
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