Schlachthälften von Schweinen hängen in einem hellen Kühlhaus

Copyright © agrarfoto.com

Schweinemarkt KW 42/'26: Marktdruck steigt enorm

Immer mehr Schweine drängen auf den Markt, während noch Schweine von der letzten Woche auf die Abholung warten. Ein zusätzlicher Feiertag in der nächsten Woche verschärft noch wei-ter die Lage am Lebendmarkt. Weiterhin impulslos läuft auch noch der Fleischmarkt, es wird nur das Notwendigste bestellt und die Verarbeitungsware lässt sich nur schwer bis überhaupt nicht absetzen, war von vielen Schlachthofbetreibern zu hören. Zudem wurde auf den enormen Preisabstand zu Deutschland, der schon seit Monaten vorherrscht, verwiesen und mit drasti-schen Anlieferungsreduktionen gedroht. Die Konsequenz daraus war eine weitere empfindliche Preisrücknahme ausgehend von einem ohnehin finanziellen desaströsen Niveau für die Land-wirtschaft, um weiterhin den Warenfluss zu sichern.

Angespannte Lage in Europa

Die Lage an den europäischen Schlachtschweinemärkten bleibt angespannt. Einerseits hat das Angebot in den vergangenen Wochen fast stetig zugenommen, andererseits bieten die Fleischmärkte kaum Impulse. Daran dürfte sich auch in den kommenden Wochen wenig ändern. Entsprechend werden mehrheitlich behauptete bis schwächere Preise erwartet.

Deutschland: Der Druck am Schlachtschweinemarkt hat in den vergangenen Tagen weiter zu-genommen. Einerseits fällt das Angebot groß aus, andererseits fehlt es im Fleischhandel an Im-pulsen. Im Vorfeld der Notierung forderten große Schlachtunternehmen einen deutlichen Preis-rückgang. Um die Vermarktung am Laufen zu halten, wurde der Vereinigungspreis auf 1,40 Euro pro Kilogramm gesenkt.

In Spanien gaben die Preise zuletzt weiter nach, inzwischen scheint sich der Markt aber etwas ausgeglichener zu präsentieren. Die Schlachtunternehmen ordern zügig, die vorhandenen Tiere lassen sich absetzen. Eine große Herausforderung stellt noch immer der Fleischmarkt dar, die Preisrückgänge in den vergangenen Wochen wirken hier aber stützend. Entsprechend scheint ein behaupteter Preis möglich, weitere Abschläge in den Nachbarländern würden den Druck allerdings wieder deutlich erhöhen.

In Italien hat der Markt sich inzwischen gedreht. Nach einer langen Phase mit festeren Preisen kam es nun zu einem kleinen Rückgang. Als Grund wird einerseits das umfangreichere Lebend-angebot genannt, die Nachfrage kann problemlos gedeckt werden. Andererseits bereiten die niedrigen Preise im europäischen Umland Probleme, es wird vermehrt Ware nach Italien gelie-fert. Entsprechend wird vorerst von weiteren kleinen Preisabschlägen ausgegangen.

Mastschweine-Basispreis: 1,43  Euro (- 0,09)
Zuchten-Basispreis: 0,64 Euro (- 0,10)  

Weitere Artikel