Bereits im November hat die SalzburgMilch angekündigt, die Pinzgau Milch schrittweise übernehmen zu wollen. Konkret ist eine stufenweise Beteiligung am bisherigen Konkurrenten von zunächst 40 Prozent bis schlussendlich 89,9 Prozent vereinbart worden. Damit hat SalzburgMilch künftig alleinige Kontrolle über den Milchverarbeiter.
Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) kam vergangene Woche zu dem Schluss, dass nichts gegen die Vereinbarung spricht. Die BWB sieht durch den Zusammenschluss weder eine Entstehung oder Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung noch eine sonstige Behinderung für einen wirksamen Wettbewerb.
Da beide Unternehmen das Gros der in Salzburg erzeugten Rohmilch verarbeiten, wurde von den Wettbewerbswächtern zusätzlich eine Befragung unter 1.100 betroffenen Bauern durchgeführt. „Die Mehrheit der Rückmeldungen bewertet die Auswirkungen des geplanten Zusammenschlusses auf den eigenen Betrieb als neutral bis positiv“, so das Fazit. Auch die genossenschaftliche Eigentümerstruktur erfahre keine Benachteiligung. Das fusionierte Unternehmen werde zu 90 Prozent im Eigentum der fusionierten Genossenschaft aus „Salzburger Alpenmilch Genossenschaft“ und „Pinzgau Milch registrierte Milchliefer- und Besitzgenossenschaft“ stehen, bleibt also fest in bäuerlicher Hand.
Bei der SalzburgMilch zeigt man sich über die Behördenentscheidung erfreut und macht sich sogleich an die Umsetzung. Unternehmensangaben zufolge wird man nun die angekündigten 40 Prozent der Anteile an Pinzgau Milch übernehmen. Deren bisheriger Eigentümer, die HMP Immobilien Holding GmbH, hält dann ebenso viele Unternehmensanteile. Ein Fünftel bleibt im Eigentum der Pinzgauer Genossenschaft. Zugleich übernimmt Salzburg die operative Geschäftsführung in Maishofen.
Bis September will die HMP Holding ihre Anteile auf zehn Prozent reduzieren, danach soll die „Salzburger Milchlösung“ vollends abgeschlossen sein.
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