Die Generalversammlung der Rinderzucht Austria vergangene Woche stand im Zeichen eines insgesamt erfolgreichen Jahres 2025, das noch von hohen Erzeugerpreisen bei gleichzeitig zunehmenden Herausforderungen durch Tierseuchen, steigende Kosten sowie agrar- und handelspolitische Unsicherheiten geprägt war.
Obmann Thomas Schweigl hob die enge Zusammenarbeit mit Ministerien, Dachorganisationen sowie Forschungs- und Projektpartnern hervor. Gleichzeitig wurde betont, dass die Organisation bestehende Handlungsspielräume zur Weiterentwicklung nutze.
Tiergesundheit blieb indes ein Schwerpunktthema. Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche in Deutschland, Ungarn und der Slowakei sowie Lumpy-Skin-Krankheit in Italien und Frankreich und die Blauzungenkrankheit machten umfassende Krisenkoordination erforderlich.
Forschen für die Praxis
Im Innovationsbereich treibt die Rinderzucht Austria Forschungsprojekte voran, etwa „Ensure“ sowie „Neu.rind“. Diese zeigen demnach die Bedeutung von Forschung und Nachhaltigkeit. Im Fokus stehen Emissionsreduktion und Futtereffizienz. Parallel schreite die Digitalisierung mit RDVNG, neuen Herdenmanagement-Tools sowie Integration von Roboter- und Genomikdaten voran. Eine IWI-Studie unterstrich die volkswirtschaftliche Bedeutung der Rinderhaltung: 7,2 Milliarden Euro Produktionswert und rund 60.000 Arbeitsplätze im ländlichen Raum belegen die zentrale Rolle der Branche.
Auch gesellschaftliche Diskussionen rund um Tiertransporte und Tiergesundheit beeinflussen zunehmend die öffentliche Wahrnehmung der Rinderwirtschaft. Gleichzeitig spiegeln personelle Veränderungen in den Gremien der Rinderzucht Austria die laufenden strukturellen Anpassungen innerhalb der Organisation und der Branche wider.
Streinberger geehrt
Bei der Generalversammlung wurden auch verdiente Persönlichkeiten für ihre Leistungen in der Rinderzucht ausgezeichnet, insbesondere Walter Streinberger, Wegbereiter der Fleischrinderzucht in Österreich.
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