In schnelllebigen Zeiten jagt eine Modeerscheinung die nächste. Seit geraumer Zeit ist „High Protein“, also Lebensmittel mit mehr oder minder hohen Eiweißgehalten, wortwörtlich in aller Munde. Wer auf proteinreiche Ernährung achtet, kommt an Milchprodukten (wohl aber auch an Fleisch) nicht vorbei.
Erfreulich ist, dass sich diese Trends nun auch in den heimischen Außenhandelsstatistiken widerspiegeln. Wie die AMA-Marketing diese Woche informierte, stieg der Exportumsatz mit fermentierten Milchprodukten von Jänner bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als ein Fünftel. Noch größer fiel das mengenmäßige Plus aus. Den Ausführungen von AMA-Marketing-Chefin Christina Mutenthaler-Sipek zufolge sei dieser Zuwachs dem rasenden Absatz von Molke-Getränken geschuldet, die, einer kecken Marketingstrategie sei Dank, als tatsächliche Eiweißbomben immer öfter den Weg in die Einkaufswagen finden.
Während sich die Milchexporte selbst laut Statistik Austria in einer Schere zwischen sinkendem Preis und steigender Menge wiederfanden, bietet die Protein-Nische willkommene Abwechslung, vor allem aber zusätzliche Wertschöpfung. Noch erfreulicher wäre es, wenn sich Molkegetränke „Made in Austria“, wie der heimische Käse, langfristig als Qualitätsprodukte etablieren ließen. Denn nicht nur für Bauern, auch für Verarbeiter gilt: Am besten steht es sich auf mehr als einem Bein.
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