Die erratische Politik von US-Präsident Donald Trump beschäftigt den gesamten Erdball. In seinem Tun will er an allen Fronten seine Duftmarken setzen und Erster sein. In einer Sache ist ihm das bereits gelungen. Als wohl erster US-Präsident hat er es in das renommierte „Gabler Wirtschaftslexikon“ geschafft. Also in jenes Nachschlagwerk der deutschsprachigen Ökonomen, das alle Fachbegriffe penibel erklärt.
Gelungen ist dem Republikaner das mit der „Trumpflation“. Sie wird derzeit allerorts erwähnt und bezeichnet die durch Trumps Entscheidungen hervorgerufene Inflation.
Die Trumpflation ist es auch, die derzeit die Spritpreise in die Höhe treibt. Das erhöht – pünktlich zum Herbstanbau – für die Landwirtschaft die ohnehin schon hohen Kosten. Doch nicht nur die Erzeugerseite ist betroffen, auch die Agrarhändler und -exporteure ächzen zunehmend unter der steigenden Kostenlast und schrumpfenden Margen.
Der aufgrund der Dürre um mehr als die Hälfte eingebrochene Binnenschifffahrtsverkehr auf der Donau macht die Sache nicht einfacher. Mittlerweile betragen die Logistikkosten für Premiumweizen nach Italien schon stolze 48 Euro. Pro Tonne, wohlgemerkt.
Das Problem: An den Warenterminbörsen spiegeln sich diese Mehrkosten noch nicht in den Notierungen wider. Mittlerweile reicht – nach nunmehr vier Jahren Krieg in der Schwarzmeerregion – die reine Gefahr einer Eskalation nicht mehr aus, um die Kurse in Paris deutlich nach oben zu treiben. Das wäre in Anbetracht der Kostenlast aber dringend notwendig. Nicht nur aber insbesondere für die Ackerbauern.
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