Die Verteidigungsministerin pflanzt eine Pinie.

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Klimafitter Versuchswald: Bundesheer und Boku ziehen an einem Strang

Die langjährige Zusammenarbeit besteht inzwischen seit 15 Jahren. Ministerin Claudia Tanner hat nun auf der Versuchsfläche selbst Hand angelegt.

„Das Bundesheer freut sich, Partner in einer so zukunftsweisenden Forschungskooperation zu sein. Davon profitiert die gesamte Gesellschaft, denn unsere heimischen Wälder sind eine wesentliche Grundlage für ein funktionierendes Ökosystem“, sagte Verteidigungsministerin Tanner anlässlich ihres Besuches des Truppenübungsplatzes Bruckneudorf (Bgld.), bei der sie eine Pinie  pflanzte. Die aus dem Mittelmeerraum bekannte Baumart könnte nicht nur für die Waldbewirtschaftung, sondern auch für die Landwirtschaft im Osten Österreichs interessant sein – etwa in der Agroforstwirtschaft zur Produktion von Pinienkernen. 

Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Bundesheer und der Universität für Bodenkultur Wien (Boku) besteht seit 15 Jahren. Der vier Hektar große Versuchswald liefert Erkenntnisse, welche Baumarten auch unter veränderten klimatischen Bedingungen widerstandsfähig und forstwirtschaftlich interessant sind. Hintergrund sind die immer häufiger auftretenden Hitzeperioden und länger anhaltende Trockenheiten.

Der Versuchswald Bruckneudorf ist Teil einer internationalen Forschungskooperation mit der Schweiz und Deutschland. Die österreichische Versuchsfläche wurde vom Institut für Waldbau der Boku um weitere heimische und mediterrane Baumarten ergänzt. Während das Institut für die wissenschaftliche Betreuung zuständig ist,  erfolgt die Pflege des Versuchswaldes durch Mitarbeiter der Forstverwaltung des Truppenübungsplatzes.

Zu den untersuchten Arten zählen unter anderem Libanon-Zeder, Griechische Tanne, Hemlocktanne, Troja-Tanne, Orient-Buche, Silber-Linde, Amerikanische Gleditschie, Europäischer Zürgelbaum und verschiedene Hickory-Arten. Der insgesamt 4.130 Hektar große Truppenübungsplatz liegt vollständig im Europaschutzgebiet „Neusiedler See – Nordöstliches Leithagebirge“. 

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