Spinatknödel auf einem Teller mit Käse und Butter

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Spinat: Warum das Frühlingsgemüse so wertvoll ist

Frisch, gesund und schnell zubereitet: Spinat ist ein echtes Multitalent in der Küche. Was ihn so wertvoll macht und worauf man achten sollte.

Für viele Österreicher ist Spinat am Gründonnerstag eine Pflichtmahlzeit. Cremespinat gehört an diesem Tag zum Spiegelei wie das Amen ins Gebet. Allerdings sprechen nicht nur traditionelle Werte für dieses zarte Gemüse. Gerade jetzt im Frühling, wenn die ersten frischen Blätter verfügbar sind, sollte Spinat fixer Bestandteil des Speiseplanes sein – und die folgenden Fakten sprechen dafür.

  • Spinat gilt als Superfood, weil er reich an Vitamin A, C und K ist. Außerdem liefert er Folsäure, die eine zentrale Rolle bei der Zellteilung spielt. Dazu kommen Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium und Calcium sowie wertvolle Antioxidantien, die Zellen vor schädlichen Einflüssen schützen. Der oft zitierte extrem hohe Eisengehalt beruht zwar auf einem historischen Messfehler, dennoch bleibt Spinat ein nährstoffreiches Gemüse mit klaren gesundheitlichen Vorteilen.

  • Wer regelmäßig Spinat isst, stärkt das Immunsystem und unterstützt das Herz-Kreislauf-System. Die enthaltenen Ballaststoffe fördern die Verdauung, gleichzeitig ist Spinat kalorienarm und damit ideal für eine ausgewogene Ernährung. Damit fettlösliche Vitamine optimal aufgenommen werden können, empfiehlt es sich, Spinat mit etwas Fett – etwa Butter oder Öl – zu kombinieren.

  • Dieses sattgrüne Blattgemüse zeichnet sich durch seine vielfältige Verwendung in der Küche aus. Besonders beliebt ist er als Cremespinat, doch auch in der österreichischen Küche hat er in Spätzle, Knödeln  oder Schlutzkrapfen seinen festen Platz. International findet man ihn in Lasagne, Ravioli oder Quiches. Darüber hinaus macht Spinat auch auf Pizza, in Nudelsaucen oder in Smoothies eine gute Figur. Roh, etwa als Salat mit zartem Babyspinat, bringt er eine frische, leicht nussige Note auf den Teller.

  • Die zarten Blätter sind allerdings empfindlich, was sich auf die Lagerung auswirkt. Frischen Spinat wickelt man am besten in ein feuchtes Tuch und bewahrt ihn ein bis zwei Tage im Gemüsefach des Kühlschranks auf. Längere Lagerung ist nicht empfehlenswert, da wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen können. Tiefgekühlter Spinat ist hier eine praktische Alternative: Er wird meist direkt nach der Ernte blanchiert und behält so einen Großteil seiner Nährstoffe.

  • Wer die Möglichkeit hat, sollte Spinat selbst anbauen. Das schnell wachsende Gemüse gedeiht sowohl im Garten als auch im Hochbeet, bevorzugt auf lockerem Boden und an einem halbschattigen bis sonnigen Standort. Bereits nach wenigen Wochen können die ersten jungen Blätter geerntet werden – idealerweise regelmäßig, denn so treibt die Pflanze immer wieder neu aus.

  • Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Spinat sollte nach dem Kochen nicht mehrfach aufgewärmt werden, da sich enthaltenes Nitrat unter ungünstigen Bedingungen in Nitrit umwandeln kann. Frisch zubereitet jedoch ist Spinat ein unkompliziertes, gesundes und traditionsreiches Lebensmittel, das weit mehr kann als nur Beilage sein – gerade im Frühling.

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