Hausbrunnen für Wasserversorgung

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Trockenheit: Bauern fordern Förderung für Brunnen

Der OÖ Bauernbund forderte in der Vollversammlung unter anderem die Umsetzung von Förderungen für Hausbrunnen auf bäuerlichen Betrieben sowie eine stabile Agrarfinanzierung im mehrjährigen EU-Finanzrahmen.

Oberösterreich ist heuer von einer noch nie dagewesenen Trockenheit betroffen. In vielen Landesteilen, insbesondere im Mühl- und und Innviertel, sind bestehende Quellen und Brunnen komplett ausgetrocknet. Betroffene landwirtschaftliche Betriebe können die Wasserversorgung nur mehr über neue Tiefbrunnen sicherstellen. Im Land ob der Enns gibt es bisher keine Förderung für private Hausbrunnen. Die bestehenden Förderungen für Wassergenossenschaften oder für die Errichtung einer Anschlussleitung an eine öffentliche Wasserversorgungsanlage können aufgrund der Einzellagen vielfach nicht abgerufen werden.

Über eine Förderungsrichtlinie für die kommunale Siedlungswasserwirtschaft des Landwirtschaftsministeriums gibt es jedoch die Möglichkeit, die Errichtung von Brunnen in Einzellagen zu fördern. „Diese Fördermöglichkeit wird in den benachbarten Bundesländern Niederösterreich, Steiermark und Salzburg bereits umgesetzt. Trotz strenger Förderungsvoraussetzungen könnten damit auch in Oberösterreich viele bäuerliche Betriebe bei anstehenden kostenintensiven Investitionen zur Sicherstellung der betrieblichen Wasserversorgung gezielt und wirksam unterstützt werden“, erklärt Bauernbund-Fraktionsobfrau Rosemarie Ferstl. Im Zuge der gestrigen Vollversammlung der Landwirtschaftskammer wurde daher der für die Wasserversorgung zuständigen Landesrat Stefan Kaineder aufgefordert, die Umsetzung dieser Fördermöglichkeit auch für Oberösterreich zu prüfen und zu ermöglichen.

EU: Mehr Geld für Agrarbereich gefordert

Die aktuelle irische EU-Ratspräsidentschaft strebt noch für heuer eine politische Einigung der Staats- und Regierungschefs zum mehrjährigen EU-Finanzrahmen 2028 bis 2034 an. Mehrere EU-Nettozahler-Staaten, darunter auch Österreich, verlangen ein deutlich kleineres EU-Budget als von der EU-Kommission mit 2 Billionen Euro vorgeschlagen.

Die Vollversammlung der LKOÖ unterstützt die Forderungen der Bundesregierung für entsprechende Kürzungen der Budgetmittel im Bereich der EU-Verwaltung und fordert gleichzeitig eine deutlich höhere EU-Mittelausstattung für den Agrarbereich, um eine Inflationsanpassung für die Direkt- und Ausgleichszahlungen sicherstellen zu können. „Wenn wir die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe erhalten wollen, braucht es eine reale Wertsicherung der Direkt- und Ausgleichszahlungen und keinen schleichenden Kaufkraftverlust durch ein eingefrorenes Agrarbudget. Sparpotenziale gibt es in der EU Verwaltung, nicht bei den Bäuerinnen und Bauern. Wer beim Agrarbudget den Rotstift ansetzt, gefährdet die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln und die ländliche Struktur in ganz Europa", betonte LKOÖ-Präsident Franz Waldenberger.

Gefordert wird daher von der Bundesregierung, sich in den laufenden EU-Budgetverhandlungen mit Nachdruck für eine steigende EU-Agrarfinanzierung einzusetzen und eine zumindest stabile nationale Kofinanzierung sicherzustellen. Gleichzeitig sei dafür Vorsorge zu treffen, dass bei allfälligen Übergangsjahren die volle Ausfinanzierung bestehender Programme sichergestellt werden könne. „Unsere Betriebe brauchen Planungssicherheit über die gesamte Förderperiode hinweg. Ein Bruch bei der Ausfinanzierung in Übergangsjahren wäre für viele bäuerliche Familienbetriebe existenzbedrohend. Diese Sicherheit muss die Bundesregierung in Brüssel mit Nachdruck einfordern", appellierte der oberösterreichische Landwirtschaftskammer-Präsident.

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