Stefan Steiner beim Pflügen am Acker.

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Der beste Pflüger kommt aus Oberösterreich

Stefan Steiner (Landjugend Kremsmünster) holte sich den vierten Bundessieg seiner Karriere und gemeinsam mit Andreas Eder auch den Mannschaftstitel. 2027 fährt er zur Pflüger-Weltmeisterschaft nach Kenia.

Österreichs beste Pflüger waren am vergangenen Samstag in Niederösterreich zugange, um ihre Meister zu ermitteln. Neun Teilnehmer aus Oberösterreich waren am Start, dazu Bernhard Keferböck und Sebastian Deixler-Wimmer, die Oberösterreich heuer bei der Weltmeisterschaft in Kroatien vertreten werden.

Mit dem Sieg das Ticket für Kenia 2027 gelöst

Das heimische Team trainierte wochenlang intensiv und bereitete sich etwa bei diversen Bezirksentscheiden unter Wettkampfbedingungen auf den Bundesentscheid vor. Mit Erfolg: Stefan Steiner von der Landjugend Kremsmünster konnte seine langjährige Erfahrung ausspielen und sich zum vierten Mal den Titel in der Kategorie „Beetpflug“ holen. Damit löste er auch das Ticket für die Weltmeisterschaft 2027 in Kenia. Mit dem Drittplatzierten Andreas Eder (LJ Handenberg) bildete er zudem das siegreiche Duo in der Mannschaftswertung. Matthias Stiglhuber (LJ Thalheim) sicherte sich Platz fünf.

Der Nachwuchs konnte ebenso kräftig aufzeigen. Als „Newcomer“ gelten jene Pflüger, die bei ihren ersten drei Teilnahmen am Bundesentscheid antreten. In dieser Zeit haben sie die Chance, sich den begehrten Titel „Bester Newcomer“ in ihrer jeweiligen Kategorie zu sichern. Niklas Gadermayr (LJ Dorf an der Pram) erreichte im Beetpflug Platz sieben und damit den Titel „Bester Newcomer im Beetpflug“.

Im Drehpflug spezial überzeugte Alfred Weinbergmair (LJ Sipbachzell) mit Platz zwei, der „Beste Newcomer im Drehpflug“. Gemeinsam mit Thomas Reisinger (LJ Gramastetten) holte Weinbergmair zudem Platz zwei in der Mannschaftswertung. Für eine weitere starke Leistung sorgte Jonas Brandstätter (LJ Alberndorf). Bei seinem ersten Bundesentscheid sicherte er sich im „Drehpflug standard“ gleich den hervorragenden zweiten Platz.

Zahlreiche Fans waren vor Ort und feuerten die Teilnehmer während des gesamten Bewerbs tatkräftig an.

Fans feuerten die Teilnehmer vor Ort an.

Die diesjährigen WM-Teilnehmer Bernhard Keferböck (LJ Sipbachzell) und Sebastian Deixler-Wimmer (LJ Sattledt) wurden in St. Valentin verabschiedet

Verabschiedung der WM-Teilnehmer 2026 Bernhard Keferböck und Sebastian Deixler-Wimmer.

Die Platzierungen im Überblick

Kategorie „Beetpflug“

  • Platz 1: Stefan Steiner (LJ Kremsmünster | KI)

  • Platz 3: Andreas Eder (LJ Handenberg | BR)

  • Platz 5: Matthias Stiglhuber (LJ Thalheim | WL)

  • Platz 7: Niklas Gadermayr (LJ Dorf an der Pram | SD)

  • Bernhard Keferböck (LJ Sipbachzell | WL) - außer Wertung auf Grund der Teilnahme bei der WM 2026

 Mannschaftswertung Beetpflug

  • Platz 1: Stefan Steiner & Andreas Eder

 Bester Newcomer Beetpflug

  • Niklas Gadermayr (LJ Dorf an der Pram | SD)

 Kategorie „Drehpflug spezial“

  • Platz 2: Alfred Weinbergmair (LJ Sipbachzell | WL)

  • Platz 5: Thomas Reisinger (LJ Gramastetten | UU)

  • Platz 7: Michael Helminger (LJ Handenberg | BR)

  • Sebastian Deixler-Wimmer (LJ Sattledt | WL) - außer Wertung auf Grund der Teilnahme bei der WM 2026

 Mannschaftswertung Drehpflug

  • Platz 2: Alfred Weinbergmair & Thomas Reisinger

 Bester Newcomer Drehpflug

  • Alfred Weinbergmair (LJ Sipbachzell | WL)

 Kategorie „Drehpflug standard“

  • Platz 2: Jonas Brandstätter (LJ Alberndorf | UU)

Pflügen als Leistungssport

Das Pflügen ist seit vielen Jahrzehnten ein fixer Bestandteil im Landjugendjahr. Beim Leistujngspflügen, das es seit 1952 gibt, geht es darum, die Wettbewerbsparzelle möglichst präzise zu bearbeiten. Bewertet werden unter anderem gleichmäßig hohe und breite Furchen, die Regelmäßigkeit der gepflügten Parzelle, die exakte Unterbringung des Bewuchses, die Geradheit der Furchen sowie die konstante Einhaltung der Arbeitstiefe. Der Bewerb dauert rund vier Stunden und verlangt den Pflügern über die gesamte Zeit höchste Konzentration ab. Auch technisches und mechanisches Verständnis spielt eine Rolle. Sollten die Bodenbedingungen Anpassungen oder Umbauten am Pflug erforderlich machen, müssen die Teilnehmer diese während des Bewerbs selbst durchführen.

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