Um die 40-mal jährlich folgt auf einem Hof in Niederösterreich dem Blitz der Brand. Die Erkenntnis: Mit genug Blitzschutz ist noch viel an Sicherheit zu holen. Wie auch im Umgang mit weiteren „externen“ Brandrisiken.
Sicherheitslücken tun sich oft dann auf, wenn umgebaut und dabei auf die Anpassung des Blitzschutzes vergessen wird. Auch wenn für Gebäude in Niederösterreich keine pauschale Blitzschutzpflicht gilt: Bei Neu- und Umbauten empfiehlt es sich immer, den Blitzschutz bereits im Bauverfahren mit zu berücksichtigen. Die fachlich fundierte Feststellung der Blitzschutzklasse und Planung der Anlage übernehmen konzessionierte Elektroplaner, zertifizierte Blitzschutz-Fachfirmen oder Ziviltechniker.
Geplant, geprüft, gesichert
alle exponierten Gebäude in die Planung des Blitzschutzes mit einzubeziehen: Ställe und Hallen, Gebäude mit PV-Flächen, aber auch Silos und Lager mit hoher Brandlast. Mindestens alle fünf Jahre ist eine Überprüfung der Anlage angebracht, da beschädigte oder korrodierte Ableitungen ihre Schutzwirkung verlieren. Die Prüfprotokolle der Fachfirma werden am besten geordnet aufbewahrt. Das spart Zeit und Fragen, sollte es einmal zu einem Versicherungsfall kommen.
Zu einer runden Sache wird der Blitzschutz erst, wenn ihn ein Überspannungsschutz ergänzt. Der verhindert, dass „indirekte Blitzschläge“ über ein Strom- oder Antennenkabel zu Kurzschlüssen oder brandgefährlichen Störlichtbögen führen. Und er stellt sicher, dass etwa Lüftungsanlagen oder Fütterungstechnik bei einem Gewitter nicht ausfallen.
Von Festen und Gästen
„Externe“ Risiken für Brände kommen nicht nur von oben. Die Erfahrung zeigt, dass die fahrlässige Auslösung von Bränden oder gar Brandlegung durch hoffremde Personen eine reale Gefahr darstellt. Zu „blitzdummen“ Aktionen laden offenbar sehr abgelegene Höfe ein oder auch solche, wo in der Nähe Feste oder Grillfeuer stattfinden. Mit Beleuchtung gekoppelte Bewegungsmelder oder – je nach Gefahrenlage – auch Videoüberwachung können Abhilfe schaffen. Einrichtungen, die nicht gerade das traditionelle Bild des Bauernhofs prägen. Sehr wohl aber das moderner Betriebe, die Werte zu schützen haben.
Richtig vorbeugen
www.es-tarat-brenna.at – Tipps, Infos und Kontakte übersichtlich aufbereitet!
„Es tarat brenna“ ist eine Initiative der Niederösterreichischen Versicherung und der Landwirtschaftskammer NÖ für die Bäuerinnen und Bauern.
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