„Die Nachfrage ist crazy“, meinte Elias Hauguth auf der Biofach in Nürnberg. Sein Arbeitgeber – Taifun Tofu aus Baden-Württemberg – ist einer der Pioniere der pflanzlichen Ernährung. Sein geräucherter „Black Forest Tofu“ ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Bioprodukte überhaupt und auch in Österreich ein Bestseller. Verarbeitet werden dafür unter anderem Sojabohnen aus österreichischem Vertragsanbau, wie Taifun stolz kommuniziert. Auch heimische Erzeuger profitieren also von der großen Nachfrage nach süddeutschem Tofu, der längst auch in Großverpackungen für die Außer-Haus-Verpflegung verkauft wird. Auffällig auf der Biofach: Der Flexitarismus mit seiner überwiegend pflanzlichen Ernährung ist mittlerweile allgemein akzeptiert. Das beste Beispiel dafür bot der internationale Abendempfang des Schweizer Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FIbL): Das vorzügliche Buffet war völlig selbstverständlich käse- und fleischlos, vermutlich sogar vegan. Vor ein paar Jahren hätte das noch zu Diskussionen geführt. 2026 war das als Thema schlicht gegessen.
Eine der aktuellen Bioinnovationen ist dennoch ein Molkereiprodukt: der „Hellwach“-Energydrink der Gläsernen Molkerei aus Norddeutschland, die im Dezember den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für sich entschied, unter anderem für ihre Initiative „Die Weide lebt!“. Neben Koffein (aus Kaffeebohnen) enthält „Hellwach“ fermentiertes Permeat, das in der Joghurtproduktion anfällt. Das Lifestyleprodukt feiert seinen tierischen Ursprung mit einer auf der Weide springenden Kuh als Maskottchen – als natürliche Alternative zu Red Bull.
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