Für Südtirols Bauern verschärft sich das Wolfsproblem seit Jahren: Die Population wächst deutlich, während rechtliche Hürden wirksame Entnahmen nahezu unmöglich machen. Südtirols Bauernbundobmann Daniel Gasser fordert eine praktikable Entnahmeregelung – zum Schutz der Alm- und Weidewirtschaft.
"Das Wolfsmanagement verläuft schleppend, wodurch die Population steigt. In ganz Italien gibt es rund 3.300 Wölfe – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich deutlich höher. Ebenso in Südtirol, wo es offiziell 37 genetisch nachgewiesene Wölfe gibt." Acht Rudel und sechs Paare gelten laut Bericht aus dem Jahr 2024 als bestätigt. Die offizielle Bestandsschätzung des Landes liegt derzeit bei rund 74 Wölfen. Zum Vergleich: 2016 waren es lediglich sechs genetisch erfasste Tiere. Im Jahr 2024 wurden in Südtirol 200 Nutztiere nachweislich von Wölfen gerissen.
Zwei Wölfe dürften nach aktueller Rechtslage im Jahr 2026 entnommen werden. Grundlage dafür ist ein Gutachten der staatlichen Umweltbehörde ISPRA. "Doch die Entnahmeverordnungen werden vonseiten von Umweltorganisationen sofort nach Bekanntwerden angefochten", berichtet Gasser. "Durch diese reflexhaften Einsprüche sind legale Abschüsse so gut wie nicht möglich."
Im August 2025 wurde im Vinschgau erstmals ein Wolf in Italien legal entnommen. Das Tier stand im Zusammenhang mit wiederholten Schafrissen. Eine zweite genehmigte Entnahme wurde nach einem Einspruch von Umweltorganisationen gerichtlich ausgesetzt.
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