v.l.: LH Thomas Stelzer, Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger und Vetmeduni-Rektor Matthias Gauly bei der Unterzeichnung des Zukunftspaktes zur Stärkung der tierärztlichen Versorgung im ländlichen Raum.

Copyright © Peter Mayr - Land OÖ

Neue Außenstelle für Nutztiermedizin in Oberösterreich geplant

Oberösterreich bekommt eine Außenstelle der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Die Initiative soll mehr junge Tierärzte für die Nutztierpraxis gewinnen.

Die tierärztliche Versorgung von Nutztieren stellt viele Regionen vor zunehmende Herausforderungen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, starten das Land Oberösterreich und die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) eine gemeinsame Ausbildungsinitiative. Geplant ist die Einrichtung einer Außenstelle im Zentralraum, die künftig als Ausbildungs- und Forschungsstandort für Wiederkäuer-, Schweine- und Geflügelmedizin dienen soll. Vorgesehen sind klinische Ausbildungsmodule in Kooperation mit regionalen Tierarztpraxen, angewandte Forschung sowie Weiterbildungsangebote. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit den Höheren landwirtschaftlichen Schulen intensiviert werden, um frühzeitig Interesse an der Nutztiermedizin zu wecken.

Ausbildung gegen Tierärztemangel

Agrarlandesrätin Michaela Langer-Weninger unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: „Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen eine verlässliche tierärztliche Versorgung direkt in den Regionen. Die neue Außenstelle ist ein Meilenstein für unsere heimische Landwirtschaft.“ Landeshauptmann Thomas Stelzer sieht darin einen wichtigen Zukunftsschritt für Oberösterreich: „Wir investieren gezielt in die Ausbildung hochqualifizierter Fachkräfte und stärken damit unseren ländlichen Raum.“

Pro Semester sollen zehn bis zwanzig Studierende sowie wissenschaftliches Personal, Ausbildner und Tierärzte in die Arbeit der Außenstelle eingebunden werden. Das Land Oberösterreich wird sich an den Kosten des Projekts beteiligen.

„Unser Ziel ist es, Studierende frühzeitig mit den vielfältigen beruflichen Perspektiven in der Großtierpraxis und den Chancen des ländlichen Raums vertraut zu machen. Gemeinsam wollen wir die tierärztliche Versorgung der Zukunft sichern“, sagt Vetmeduni-Rektor Matthias Gauly.

Weitere Artikel