Das Europäische Parlament hat die geplante Einstufung von europäischem Sojaöl als Hochrisiko-Rohstoff für indirekte Landnutzungsänderungen (ILUC) abgelehnt. Damit kann Sojaöl aus europäischer Produktion weiterhin für die Herstellung von Biodiesel genutzt werden. Die LK Burgenland begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Für das Burgenland ist sie von großer Bedeutung, denn die Sojabohne ist mit mehr als 24.150 Hektar Anbaufläche die zweitwichtigste Ackerkultur und im Bio-Ackerbau sogar die wichtigste Kultur. „Hier hat sich der Hausverstand durchgesetzt. Europäische Sojabohnen werden unter höchsten Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards produziert“, betont LK-Präsident Nikolaus Berlakovich.
Sojaöl ist neben Sojaschrot ein wesentlicher Bestandteil der wirtschaftlichen Nutzung der Sojabohne. Während Sojaschrot als hochwertiges Eiweißfuttermittel dient, ist Sojaöl ein wichtiger Rohstoff für Lebensmittel und Biodiesel. Ein Wegfall dieses Absatzmarktes hätte die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Sojaproduktion deutlich geschwächt. Die LK Burgenland fordert die EU-Kommission nun auf, ihre Bewertungsmethodik zu überarbeiten und künftig klar zwischen nachhaltig erzeugtem europäischem Soja und Importen aus Entwaldungsregionen zu unterscheiden.
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