E-Traktor

Copyright © Fendt

Wann sich Traktoren mit batterieelektrischem Antrieb auszahlen

E-Traktoren haben eine Reihe von Vorteilen – von hohem Wirkungsgrad bis zum lokal emissionsfreien Betrieb. Ihnen stehen aber Nachteile gegenüber, die die Verbreitung der batterieelektrischen Traktoren (BETs) bremsen. Eine Literaturübersicht listet nun die wichtigsten Kaufkriterien auf.

Veröffentlicht wurde die Studie von Forschenden der Agroscope in „Applied Energy“, auf der Webseite der Agrarforschung Schweiz findet sich eine Fassung mit den wichtigsten Punkten auf Deutsch. Entscheidende Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der BETs sind demnach:

 Größe und Leistung des Traktors,
 Intensität der Arbeiten,
jährliche Nutzungsdauer,
• Strompreis,
 Lebensdauer der Batterie,
  unterstützende politische Rahmenbedingungen.

Besonders gute Voraussetzungen würden bei leichten Arbeiten wie Mähen, Spritzen oder leichtem Transport, insbesondere in kleinstrukturierten Betrieben, im Gartenbau, Weinbau, Biolandbau und in der Gewächshausproduktion bestehen. Mehrere Studien sollen zeigen, dass BETs vor allem dann kostenmäßig konkurrenzfähig werden, wenn sie intensiv genutzt werden, häufig bei mehr als 800 Betriebsstunden pro Jahr. Die Wirtschaftlichkeit verbessere sich zusätzlich, wenn Betriebe BETs mit hofeigenen Photovoltaikanlagen, günstigen Stromtarifen oder autonomen Technologien kombinieren können.

Zu hohe Investitionskosten

Als wichtigstes Hindernis werden die hohen Anschaffungskosten gesehen, die geringeren Energie- und Wartungskosten für BETs würden diese derzeit häufig nicht vollständig ausgleichen. Hinzu kämen „Unsicherheiten in Bezug auf Batteriewechselkosten, Reichweite, Ladezeit, Infrastruktur und langfristige Leistungsfähigkeit“.

Eine breitere Einführung von BETs erfordere somit einen doppelten Ansatz: Senkung finanzieller und technischer Hürden und gleichzeitig Stärkung von Wissenstransfer durch Schulungen und Demonstrationsmaßnahmen.

Welcher E-Traktor passt zu meinem Betrieb?

Weitere Artikel