Das Thema, was Hundekot auf Wiesen und Weiden anrichten kann, ist nicht neu. Bauern, Tierärzte und auch Gemeindevertreter in ganz Österreich machen laufend darauf aufmerksam. Für eine Rinderbäuerin aus dem steirischen Bezirk Leoben ist es allerdings eine Katastrophe. Die halbe Herde ihrer Zuchttiere ist, wie Untersuchungen festgestellt haben, mit dem von Hunden stammenden Parasiten Neospora infiziert. Im Juli haben vier trächtige Kühe ihre Föten verworfen, bei weiteren vier wird ein Verwerfen befürchtet. Ein neugeborenes Kalb ist ebenso infiziert.
Daher kommt dem Appell „Das Gackerl ins Sackerl“ eine besondere Bedeutung bei. Einer der vielen Hunde, die täglich mit ihren Besitzern auf der neben den Wiesen und Weiden vorbeiführenden Gemeindestraße unterwegs sind, hat die gefährliche Infektionskrankheit Neosporose hervorgerufen. Sie kann über den Hundekot auf Rinder übertragen werden, wo der Erreger Aborte auslösen kann. Sind Kühe einmal mit dem Erreger infiziert, kommt es immer wieder zum Verwerfen und auch zu geringeren Milchleistungen. Nachgewiesene positive Tiere müssen daher aus dem Bestand ausgeschieden werden. Auch wenn 95 Prozent der Hundebesitzer die Hundstrümmerl einsammeln, kann schon eine einzige Hinterlassenschaft dazu führen, eine ganze Rinderherde zu infizieren. Daher gibt es kein Pardon, wenn jemand den Hundekot liegen lässt. Die Folgen können fatal sein. Für die obersteirische Bäuerin ist jetzt schon ein Gesamtschaden von 35.000 bis 40.000 Euro entstanden.
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