Mann hält sich Rücken wegen Schmerzen

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Alternative Therapien gegen Schmerzen

Rund 20 Prozent der über 16-jährigen Österreicherinnen und Österreicher leiden an chronischen Schmerzen. Am häufigsten klagen Betroffene über Rückenschmerzen.

Schwere Lasten heben, Tiere versorgen, am steilen Hang arbeiten oder über einen längeren Zeitraum in derselben Haltung tätig sein: Der bäuerliche Alltag verlangt dem Körper einiges ab. Rücken- und Gelenksbeschwerden sind dabei keine Seltenheit. Werden Schmerzen zum Dauerzustand, beeinträchtigt das nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit. Auch Schlaf, Stimmung und Lebensfreude können darunter leiden.

In Österreich leben laut Gesundheitsportal rund 1,8 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen. Halten Schmerzen länger als drei Monate an oder kehren sie immer wieder, können sie sich zu einer eigenständigen Erkrankung entwickeln. Umso wichtiger ist es, Beschwerden ernst zu nehmen und frühzeitig ärztlich abklären zu lassen.

Vielversprechende Behandlungskonzepte

Bei chronischen Schmerzen reicht es häufig nicht aus, ausschließlich Medikamente einzunehmen. Vielversprechend sind multimodale Behandlungskonzepte, bei denen verschiedene medizinische und therapeutische Fachrichtungen zusammenarbeiten. Je nach Bedarf gehören dazu ärztliche Betreuung, Physiotherapie, Ergotherapie, Massagen sowie psychologische oder psychotherapeutische Unterstützung.

Das Ziel ist nicht zwingend völlige Schmerzfreiheit. Vielmehr geht es darum, Schmerzen zu lindern, den Alltag besser bewältigen zu können und die Lebensqualität zu verbessern.

Ein wichtiger Baustein ist Bewegung. Gezieltes Training kann die Muskulatur stärken, die Beweglichkeit fördern und helfen, den Umgang mit Schmerzen zu verbessern. Ebenso wichtig ist es, die eigenen Belastungsgrenzen kennenzulernen und Entspannung bewusst in den Alltag einzubauen.

Aktiv werden und selbst mitgestalten

Betroffene können selbst viel dazu beitragen, ihre Situation zu verbessern. Entscheidend ist, die Maßnahmen auf die persönliche Erkrankung und die körperlichen Möglichkeiten abzustimmen. Dazu zählen:

  • In Bewegung bleiben: Individuell angepasste Übungen und regelmäßige Aktivität unterstützen den Bewegungsapparat.

  • Schmerzen verstehen: Wissen über die Erkrankung hilft, Warnsignale einzuordnen und geeignete Strategien zu entwickeln.

  • Entspannung lernen: Gezielte Entspannungsverfahren können Anspannung reduzieren und die Regeneration fördern.

  • Medikamente bewusst einsetzen: Schmerzmittel sollten ärztlich abgestimmt und hinsichtlich Wirkung und Nebenwirkungen regelmäßig überprüft werden.

Chronische Schmerzen lassen sich nicht immer vollständig beseitigen. Doch mit der passenden Unterstützung können Betroffene wieder mehr Handlungsspielraum gewinnen – und Schritt für Schritt Lebensqualität zurückerobern.

Gesunder Rücken

Für anhaltende Rückenprobleme bietet die Sozialversicherung der Selbständigen (SVS) eine Gesundheitswoche „Gesunder Rücken“ an. Das Ziel dieses Angebotes ist es, die Gesundheit und Lebensqualität mit Schwerpunkt auf einen gesunden Rücken zu erhalten, zu stärken bzw. wieder zu erlangen. Die Trainer und Experten vermitteln Zusammenhänge und Auswirkungen von Bewegung, Ernährung und mentaler Gesundheit und deren positiven Einfluss auf den Rücken.

Mehr Infos zu dieser und weiteren Gesundheitswochen findet man unter www.svs.at.

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