Heidi Kurz mit den Pferden auf der Weide

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Freiwillige helfen bei Tiroler Bergbauern mit

Eine Woche lang tauschten zwei Studentinnen den Hörsaal gegen den bäuerlichen Alltag.

Im Rahmen des Projekts „Mithilfe bei Tiroler Bergbauern“ unterstützten Ida und Heidi im September zwei Familienbetriebe: Ida half am Samerhof der Familie Eller im Wipptal, Heidi am Obenfigerhof in Großdorf bei Kals am Großglockner.

Für Ida, die Politikwissenschaft und Geschichte studiert, ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung: „Schon als Kind wollte ich immer Bäuerin werden.“ Neben Stallarbeit und der Versorgung der Tiere lernte sie auch die hofeigene Frischkäseherstellung kennen. Gleich am ersten Tag erlebte sie die Geburt eines Kalbes – und das Kalb wurde anschließend sogar nach ihr benannt.

Auch Heidi packte kräftig mit an. Am Obenfigerhof gehörten Heuarbeiten, Füttern, Stallausmisten und Arbeiten im Gemüsegarten zu ihren Aufgaben. Auch bei der Kinderbetreuung half die 20-Jährige mit.

Der Alltag auf den Höfen ist abwechslungsreich und richtet sich nach Wetter, Jahreszeit und den Bedürfnissen von Mensch und Tier. Für die Freiwilligen heißt das: anpacken, mitdenken und Neues lernen – und am Ende des Tages sehen, was man gemeinsam geschafft hat.

Ida van Leerdam bei der Stallarbeit am Samerhof.

Junge Frau verteilt lächelnd Heu mit einer Gabel an schwarz-weiße Kühe im modernen Holzstall.

Heidi beim Auslassen der Schafe und Ziegen.

Heidi Kurz mit den Ziegen auf der Weide

Heidi Kurz mit den Ziegen.

Frau mit Ziegen auf einer Almwiese vor einem Kirchturm und Alpenpanorama bei blauem Himmel.

3 Fragen an Ida van Leerdam

Wie hat sich Ihr Blick auf die Landwirtschaft durch diese Erfahrung verändert?
Als Kind wollte ich unbedingt Bäuerin werden, vor allem wegen der Nähe zu den Tieren. Nach der Woche am Samerhof sehe ich den Beruf realistischer. Neben der körperlich anstrengenden Arbeit ist auch die Arbeit mit den Tieren anspruchsvoll. Ich habe dadurch einen viel besseren Einblick in die Landwirtschaft und ihre Abläufe bekommen.

Was hat Sie besonders beeindruckt?
Gleich am ersten Tag durfte ich die Geburt eines Kalbes miterleben – das war einzigartig. Auch das Verhalten der Kühe hat mich überrascht. Durch die Woche habe ich einen ganz anderen Bezug zu den Tieren bekommen.

Würden Sie „Freiwillig am Bauernhof“ weiterempfehlen?
Auf jeden Fall. Man lernt viel Neues und bekommt ein anderes Gefühl dafür, woher die Lebensmittel kommen und wie viel Arbeit dahintersteckt. Wichtig ist aber: Man ist nicht auf Urlaub, sondern hilft dort mit, wo Unterstützung gebraucht wird.

Heidi beim Ausführen der Hunde

Heidi Kurz mit den Hunden

Ida van Leerdam mit zwei Kälbern am Samerhof.

Lächelnde Frau hockt in einem Stall und streichelt zwei junge Kälber auf Stroh – eines braun-weiß, eines weiß.

Der Obenfigerhof

Der Obenfigerhof

Wachhuhn „Pfiffikus“ vom Samerhof.

Schwarzes Huhn mit rotem Kamm steht auf Stroh in einem Kuhstall, im Hintergrund schwarz-weiße Kühe in Fressgittern.

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