Kinderhände pflanzen ein kleines Setzling in Erde. Bunte Kleidung und ein Topf sind ebenfalls zu sehen.

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Gartenprojekt in Landeck verbindet Schule, Kindergarten und Altersheim

Mit „Wachstum verbindet – gemeinsam im Garten“ zeigt die FSBHM Landeck-Perjen, wie nachhaltige Bildung, Landwirtschaft und generationenübergreifendes Lernen in der Praxis gelingen können.

Mit dem mehrjährigen Entwicklungsprojekt „Wachstum verbindet – gemeinsam im Garten“ verbindet die FSBHM Landeck-Perjen nachhaltige Bildung, Landwirtschaft und soziales Miteinander. Seit dem Projektstart im November 2025 arbeitet die Schule gemeinsam mit regionalen Partnern daran, Lernen über das Klassenzimmer hinaus erlebbar zu machen.

Beteiligt sind unter anderem die Stadtgemeinde Landeck im Rahmen des Abfallvermeidungskonzepts, der Kindergarten Urichstraße 1, die Saatgutbibliothek Landeck, das Repaircafé Landeck sowie der Freiwilligen Verein Landeck. Im Mittelpunkt stehen regionale Kreisläufe, Ressourcenschonung und gemeinschaftliches Handeln.

Kindergarten und Schule arbeiten zusammen

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Urichstraße. Am 10. April besuchte eine Praxisgruppe des 2. Jahrganges der FSBHM Landeck-Perjen den Kindergarten. Gemeinsam mit den Kindern ging es zur Stadtbücherei Landeck, wo in der Saatgutbibliothek Samen für Kindergarten und Schule ausgewählt wurden.

Neben verschiedenen Gemüsesorten wurde auch Popcornmais ausgesucht. Daraus entstand die Idee, im Herbst vielleicht einen gemeinsamen Kinotag mit selbstgemachtem Popcorn zu gestalten.

Vom Samen zur Pflanze

Zurück im Kindergarten wurden Sonnenblumensamen ausgesät, gepflegt und beobachtet. Beim nächsten Treffen am 24. April konnten die Jungpflanzen pikiert werden. In kleinen Gruppen arbeiteten die Schüler gemeinsam mit den Kindergartenkindern an mehreren Stationen: Es wurden Pflänzchen pikiert, Pflanzenschilder gestaltet und kreative Bastelarbeiten angefertigt.

Am 20. Mai wurden die Sonnenblumen gemeinsam mit den Kindern und Bewohnern des Altersheims ausgepflanzt. Die gestalteten Schilder wurden ebenfalls aufgestellt.

Austausch zwischen den Generationen

Ein zentraler Teil des Gartenprojekts in Landeck ist der Austausch zwischen Kindern, Jugendlichen und älteren Menschen. Die Bewohner des Altersheims geben ihr Wissen rund um Anbau, Pflege und Ernte weiter, übernehmen Pflanzenpatenschaften und bringen ihre langjährige Erfahrung ein.

So wird das gemeinsame Gärtnern zu einem Lernraum, in dem Landwirtschaft, Natur und soziales Miteinander verbunden werden. Die Kinder lernen früh den Umgang mit Pflanzen, Lebensmitteln und regionalen Ressourcen kennen. Die Schüler erfahren zugleich, wie wichtig Teamarbeit, Verantwortung und nachhaltiges Denken sind.

Produkte verarbeiten und Wissen weitergeben

Für die weitere Projektarbeit ist geplant, geerntete Produkte gemeinsam zu verarbeiten und zu verkosten. Die Schüler sollen kindgerechte Rezepte entwickeln und diese an den Kindergarten weitergeben.

Zusätzlich entstehen Lernmaterialien, die den Weg von der Pflanze bis zum fertigen Produkt anschaulich vermitteln. In diesem Schuljahr wurde mit den Kindern bereits ein Apfel gestaltet, der den Weg vom Apfelkern bis zum Apfelbaum bildlich zeigt. Auch eine Teilnahme am Tiroler Naturwettbewerb „Wer hat die längste Bohne?“ über Grünes Tirol ist angedacht.

Nachhaltigkeit in Landeck weiterdenken

Am 30. Juni 2026 findet ab 14 Uhr im Stadtsaal Landeck die Veranstaltung „Re.Think Landeck“ statt. Dort arbeiten engagierte Menschen aus Bildung, Gemeinden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam an nachhaltigen Lösungen für Ressourcenschonung, regionale Kreisläufe und eine lebenswerte Zukunft.

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