Der zunehmende Mangel an Nutztierärzten stellt insbesondere in Oberkärnten eine große Herausforderung dar. Bereits im vergangenen Sommer haben LH-Stellvertreter Martin Gruber und LK-Präsident Siegfried Huber daher eine gemeinsame Initiative gestartet, um dem akuten Mangel an Tierärzten gezielt entgegenzuwirken. Tierärzte aus Drittstaaten werden aktiv angeworben, um kurzfristig Versorgungslücken zu schließen.
„Ein erster sichtbarer Erfolg dieser Initiative ist die Besetzung im Lieser- und Maltatal“, heißt es diese Woche aus dem Büro von LH-Stellvertreter Gruber. Seit Kurzem praktiziert Dr. Michael (Mihai) Sapteboi in der Region. Der 37-jährige gebürtige Rumäne war in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland tätig und bringt umfassende Erfahrung in der Nutztierpraxis mit. Seit Kurzem ist er in Trebesing bei seinem Berufskollegen Erich Burgstaller tätig, in weiterer Folge soll er die Versorgung im Lieser- und Maltatal eigenständig übernehmen. „Gemeinsam mit der Landwirtschaftskammer haben wir frühzeitig gehandelt und konkrete Lösungen auf den Weg gebracht“, resümiert Gruber. Langfristig setze man auf weitere Lösungen. Ziel sei es, mehr junge Kärntner für das Studium der Veterinärmedizin zu gewinnen. Die LK bietet bereits einen eigenen Vorbereitungskurs für die Aufnahmeprüfung an der Veterinärmedizinischen Universität Wien an. Zusätzlich bemüht sich die Landesregierung um gewidmete Studienplätze.
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