Frisches Gemüse liefert Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und ist fixer Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung. In Österreich wurden im Vorjahr rund 117 Kilogramm pro Kopf konsumiert. Besonders das Burgenland spielt als Gemüseanbaugebiet eine zentrale Rolle: Rund 62.000 Tonnen Jahresproduktion entsprechen knapp zehn Prozent der heimischen Gesamtmenge.
Starke Regionen, kurze Wege
„Unsere Gemüsebäuerinnen und Gemüsebauern produzieren Lebensmittel von höchster Qualität und Frische. Die kurzen Transportwege und regionalen Lieferketten sorgen dafür, dass die Produkte rasch vom Feld in den Handel gelangen. Die heimische Gemüseproduktion erfolgt überwiegend für den Frischmarkt“, betont Landwirtschaftskammer-Präsident Nikolaus Berlakovich. Die Produktionsfläche umfasst etwa 1.500 Hektar, ein großer Teil wird biologisch bewirtschaftet. Zu den wichtigsten Kulturen zählen Paprika, Salate, Zwiebeln und Paradeiser, die besonders ertragreich sind.
Gleichzeitig steht die Branche unter Druck: hohe Energiepreise, Arbeitskräftemangel und strengere Pflanzenschutzauflagen erschweren die Produktion. „Die heimische Gemüseproduktion steht im internationalen Wettbewerb unter enormem Druck“, so Berlakovich. Perlinger-Gemüse-Geschäftsführer Patrick Haider ergänzt: „Unsere Produkte legen nur kurze Wege vom Feld bis in den Handel zurück.“
Das Unternehmen setzt zunehmend auf Innovationen wie Photovoltaik, Tropfbewässerung und Nützlinge im Pflanzenschutz, um Ressourcen zu schonen und wettbewerbsfähig zu bleiben.
Auch Konsumenten spielen eine Schlüsselrolle: Bewusste Kaufentscheidungen im Handel beeinflussen direkt die regionale Wertschöpfung und sichern die Zukunft heimischer Betriebe. Der Griff zu saisonalen Produkten stärkt zudem Klima- und Ressourcenschutz.
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