Düngerstreuer im Einsatz

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Düngen: Streubild mit KI verbessern

Eine neue Mess- und Auswertemethodik erkennt Düngemittel automatisch und optimiert die Einstellung von Mineraldüngersteuern.

Das an der Hochschule Düsseldorf (HSD) durchgeführte Forschungs-projekt MobiDA ist nach zwei Jahren abgeschlossen. „Mit MobiDA konnten wir zeigen, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz einen wichtigen Beitrag zu einer effizienteren und umweltgerechteren Düngung leisten kann“, erklärt Professor André Stuhlsatz, Leiter des Instituts für Produktentwicklung und Innovation (FMDauto) an der HSD. „Die Kombination aus intelligenter Messmethodik und automatischer Auswertung ermöglicht es, Streuer individuell auf die jeweiligen Düngemittel abzustimmen – das verbessert die Ausbringungsqualität und reduziert Verluste.“

Im Projekt wurden mithilfe von Deep Convolutional Neural Networks (DCNNs), also mit speziellen künstlichen neuronalen Netzen, die physikalischen Merkmale verschiedener Düngemittel analysiert. Aus den gewonnenen Daten ließen sich spezifische Flugeigenschaften ableiten, die entscheidend für eine gleichmäßige Verteilung auf dem Feld sind. Auf dieser Basis entwickelte das Forschungsteam der HSD eine Methodik, mit der optimale Maschinenparameter für unterschiedliche Streugüter ermittelt und direkt an die Nutzer übermittelt werden können.

Projektpartner war die Rauch Landmaschinenfabrik. Die entwickelte Technologie kann laut Hochschule künftig in verschiedenen Bereichen eingesetzt werden. Neben dem klassischen Streuen von Düngern eigne sie sich auch für die Ausbringung von Kalk, Saatgut oder Bodenhilfsstoffen. Die Technik könne in bestehende Maschinen integriert werden, um die Dosierung und Verteilung automatisch an die jeweilige Materialbeschaffenheit anzupassen. Damit werde eine gleichmäßigere Nährstoffversorgung der Pflanzen erreicht, während gleichzeitig Überdüngung und Umweltbelastungen reduziert werden.

Mit TerraZo die Düngung optimieren

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