Die zuvor belebte Nachfrage im europäischen Handel mit Schlachtschweinen wird in dieser Woche vielfach etwas schwächer eingestuft. Auf der Angebotsseite kommen weiter geringe Stückzahlen zur Schlachtung. Insgesamt gleichen sich die Marktkräfte an und in den meisten Staaten sind annähernd ausgeglichene Verhältnisse anzutreffen. Größtenteils tendieren die Preise unverändert.
Deutschland - Die Marktkräfte gleichen sich im Handel mit Schlachtschweinen etwas an. Bei den kühleren Temperaturen steigen die Angebotszahlen, zumindest in den meisten Regionen. Die Nachfrage hat sich insgesamt leicht belebt. Dennoch bereiten die schnellen Preisanstiege in den nächsten Handelsstufen etwas Probleme bei der Weitergabe. Aufgrund dieser Situation wird der empfohlene Vereinigungspreis unverändert belassen.
Aus Spanien wird über geringere Stückzahlen und sehr niedrige Schlachtgewichte berichtet. Inzwischen befinden sich die Gewichte 3 kg unter dem Vorjahresniveau. Preislich sind nicht nur die Preise für Schlachtschweine, sondern auch die für Fleischteile gestiegen. Probleme bereiten die eingeschränkten Exportmöglichkeiten in Drittländer. Dies wird verstärkt durch die preisgünstige Konkurrenz aus Brasilien und den USA.
In Italien fällt die bestehende Nachfrage größer aus als das hitzebedingt geringe Aufkommen an Schlachtschweinen. Es wird jedoch eine Änderung der aktuellen flotten Marktlage mit anstehender Wetteränderung und zum Sommerende erwartet. Die Schlachtunternehmen dürften dann wieder mit einer Verringerung der Aktivitäten und Mengen reagieren. Kurzfristig wird allerdings von behaupteten Preisen ausgegangen.
Ö Markt: Schweine bleiben weiter knapp
Am Schweineangebot hat sich seit der Vorwoche in Österreich nicht viel geändert, d.h. die Schweine werden weiter gesucht. Anders stellt sich die Lage auf dem Fleischmarkt dar, dieser pendelt wie in ganz Europa auch in Österreich etwas zurück. Der Grund dafür liegt darin, dass bereits die ersten Grillartikel aus dem Sortiment genommen werden. Die nahende Abkühlung sorgt dann wieder für mehr Fleischabsatz, aber auch das Wachstum der Schweine wird wieder beschleunigt. Damit werden dann die „Karten“ wieder neu gemischt.
Mastschweine-Basispreis: EUR 1,64 (+/- 0,00)
Zuchten-Basispreis: EUR 0,84 (+/- 0,00)
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